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Infobrief - 2001

Direkte Hilfe für Kinder in Not
Neujahr 2001

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Brief möchten sich viele rumänische Waisen- und Straßenkinder, meine Frau und ich für Ihre persönliche Unterstützung in den vergangenen Monaten sehr herzlich bedanken und Ihnen ganz persönlich ein gesundes, glückliches und zufriedenes neues Jahr wünschen.

Nur durch Ihre finanzielle Unterstützung war und wird es uns auch zukünftig möglich sein, direkte Hilfe für Kinder in Not in Rumänien zu leisten. Dieser Brief versucht Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Arbeit im vor wenigen Tage zu Ende gegangenen Jahr 2000 zu geben und gleichzeitig Ihnen die Sicherheit zu vermitteln, daß Ihre finanzielle Unterstützung so direkt und unmittelbar eingesetzt wurde, wie Sie dies von uns erwartet haben und auch erwarten durften.

Noch ganz unter den Eindrücken der Aktion „Weihnachtspäckchen für Waisenkinder“ vom Dezember 1999, wo meine Frau und ich für die vielen rumänischen Waisenkinder 1.742 festlich verpackte Weihnachtspäckchen in unserer Garage in Oberursel-Bommersheim sammelten, fuhr ich dann in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1999 mit insges. vier LKW’s und einem Begleitfahrzeug nach Rumänien. In der Region Timisoara verteilen wir im Rudolf-Walther-Kinderdorf, Timisoara, in verschiedenen kirchlichen und staatlichen Kinderheimen, in der Kinder-AIDS-Station des Krankenhauses von Timisoara die liebevoll gepackten Päckchen. Nach meiner Rückkehr schmiedeten meine Frau und ich über die Weihnachtsfeiertage 1999 und den Jahreswechsel in das Millenium-Jahr 2000 Pläne, wie wir den vielen Waisen- und Straßenkinder in Timisoara und der Region um Timisoara auch im Jahr 2000 wieder direkte Hilfe erlebbar vor Ort geben können. Immer wieder wurden und werden wir zwar gefragt, ob es denn überhaupt Sinn macht, direkte Hilfe in einem Land wie z. B. in Rumänien zu leisten - wo doch die Not auch durch unsere Aktionen nicht nachhaltig gelindert werden kann. Das ist sicherlich vom Grundsatz her richtig: aber auch eine kleine Hilfe ist allemal besser, als gar keine Hilfe. Und die dankbaren Augen jedes einzelnen Waisenkindes zerstreuen jegliche Zweifel und beweisen immer wieder aufs Neue: unsere Hilfe ist wichtig, sicherlich auch auf lange Zeit unverzichtbar und notwendig, aber auch insbesondere sinnvoll.

Unsere Pläne haben meine Frau und ich dann im April 2000 wieder in die Tat umgesetzt und am 11. April 2000 ging ich dann wieder „auf die LKW-Achse“ in das rd. 1.420 Kilometer entfernte Timisoara. Viele Hindernisse begleiteten diese Reise: der fest vorher abgesprochene zweite Fahrer, der mich spätestens in Wien ablösen sollte, kam nicht und ich fuhr die ganze Strecke alleine. Mit den Kronberger Kollegen, die in Eigenregie ausschließlich Hilfe für die Straßenkinder von Timisoara leisteten, traf ich erst fast unmittelbar vor der Grenzstation Ungarn/Rumänien zusammen. Lange Wartezeiten an der österreich-ungarischen Grenze bei Nickelsdorf und dann insbesondere an dem Grenzübergang Ungarn-Rumänien bei Nadlac trieben die Gesamtfahrzeit schließlich auf dann rd. 34 Stunden in Höhe. Der Leih-LKW der Autovermietung Raule, Oberursel, war voll beladen bis unter das Dach mit vielen Kleiderspenden für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, die fast ausschließlich für das kath. Pfarramt St. Elisabeth, Timisoara, bestimmt waren und erfreuten das Herz des deutschen Salvatorianer-Paters Berno Rupp sehr. - Eine sehr großzügige Lebensmittelspende (Kindernahrung) der Firma Milupa, Friedrichsdorf, konnte ich in das große Kinderdorf der Rudolf-Walther-Stiftung, Timisoara, wo rd. 18o Kinder und Jugendliche ein neues Zuhause gefunden haben, und in die Kindertagesstätte für mehrfach Behinderte in Carani, Bezirk Timisoara, bringen. Auf diese geradezu vorbildliche Einrichtung in Carani hat mich Schwester Georgis vom Alfred-Delp-Haus, Oberursel, -ausgelöst durch unsere Berichterstattungen in der „Taunus-Zeitung“ und der „Oberurseler Woche“- aufmerksam gemacht (Schwester Georgis hat diese Einrichtung vor einigen Jahren in Carani ins Leben gerufen und ihr Herz dabei nach Rumänien verschenkt).
Auf der relativ problemfreien Rückfahrt nach Deutschland begleitete mich dann der ebenfalls schon viele Jahre ausschließlich ehrenamtlich tätige Egon Haug aus Gelnhausen-Haitz; Egon Haug hatte einen sehr gut erhaltenen VW-Caravelle-Diesel-Bus von Gründau nach Timisoara in das Rudolf-Walther-Kinderdorf überführt; dieses Fahrzeug dient jetzt im RWS-Kinderdorf als Schulbus.
Die Gesamtkosten unserer April-Initiative (Leih-LKW; Dieselkosten; Autobahngebühren für Österreich und Ungarn, finanzielle „Zuwendungen“ an die rumänischen Zollbeamten zur ‘Beschleunigung’ der Grenzabfertigungen und der Zukauf von dringend benötigen Hilfsgütern, vornehmlich für Kinderpflegemittel) beliefen sich dann schon auf rd. 3.800,-- DM. Von einem direkten „Barzuschuß“, den ich an die sehr vertrauenswürdige Leiterin der Kindertagesstätte für mehrfach behinderte Kinder in Carani übergab, wurden sommerliche Spielgeräte für den großen Garten angeschafft und die mehrfach behinderten Kinder und Jugendliche konnten diese Spielgeräte dann in dem ausgesprochen heißen und langen Sommer 2000 in Rumänien sehr gut nutzen und hatten viel Freude daran. Es war ausgesprochen sinnvoll angelegtes Geld !

Unmittelbar nach meiner Rückkehr aus Romania am 19. April 2000 bis in den Hochsommer hinein sammelten wir wieder dringend benötigte Hilfsgüter: Erwachsenen- und Kinderbekleidungen, Rollstühle, Gehhilfen und -gestelle, Kinderwagen und Buggys, Babybettchen und Zubehör, Kinderpflegemittel, Windeln für Kinder und Erwachsene (allein durch die finanzielle Hilfe der Bad Homburger Bürgerin Susanne S. konnten wir 25 große Kisten an Erwachsenenwindeln für einen mehrfach behinderten Jugendlichen für die Kindertagesstätte in Carani direkt ab Fabrik zu einem sehr günstigen Preis einkaufen). Für einen schwer behinderten Jugendlichen in der Tagesstätte in Carani suchten wir mit der Unterstützung der „Taunus-Zeitung“ und der „Oberurseler Woche“ einen elektrischen Badewannenlift und tatsächlich spendete uns eine Familie aus dem Vortaunusgebiet ein fast fabrikneues Topgerät. 450 Kilogramm Fertigsuppen aus dem Hause Milupa konnte ich an das fleißige Küchenpersonal im RWS-Kinderdorf, Timisoara, übergeben. Mit dabei waren wiederum auch einige gebrauchte und generalüberholte Farbfernsehgeräte für die Aufenthaltsräume des RWS-Dorf in Timisoara, die uns die Firma Fernsehdienst Claus Zehm oHG, Oberursel-Weißkirchen, spendete.
Meine Frau und ich waren während dieser rund fünfmonatigen Sammelzeit jeden Sonntag für einige Stunden in unserem Lager in Oberursel-Weißkirchen, um die gespendeten Güter zu sichten, zu sortieren und dann in insgesamt 622 große Kisten transportfähig zu verpacken. Bestimmt die durch strengen Zollformalitäten, für deren Zusammenstellung ich in der Regel mindestens zwei Sonntage benötige (jedes einzelne Hilfsgut muß katalogisiert und bezeichnet werden: genaue Typenbezeichnung mit Fabrikationsnummern, Gewicht, Wert etc) beluden meine Frau, meine Tochter und ihr Mann, mein Sohn Michael und ich bei hochsommerlichen Temperaturen Anfang September 2000 zwei komplette 7,5-Tonner-LKW und brachten das gesamte Sammelgut in eine große ehemalige Lagerhalle der Rudolf-Walther-Stiftung in Linsengericht bei Gelnhausen.
Frau Ingrid Breuer, zuständig für Transport und Logistik bei der Rudolf-Walther-Stiftung, Gründau-Lieblos, übernahm dann, wie seither immer, die weiteren umfangreichen Abwicklungen (Zollabfertigungen; Einholung der Ausnahmegenehmigungen für Sonntags- und Nachtfahrverbote für die tangierten Autobahnstrecken in Deutschland, Österreich und Ungarn) , so daß dann endlich in der zweiten Oktoberwoche 2000 wieder die Straße nach Timisoara meine vorübergehende „Heimat“ war. Diesmal begleitete mich mit Norbert Niklas ein langjähriger und sehr zuverlässiger Freund und Helfer. Wider Erwarten klappte auch der Transport über die Rudolf-Walther-Stiftung fast reibungslos: endlose Wartezeiten an den Grenzen sind normale Begleiterscheinungen (siehe oben); aber 44 Stunden Transportzeit insgesamt sind auch für unsere Zeitvorstellungen dann doch sehr lange. In Rumänien verteilten wir dann die Hilfsgüter wieder im RWS-Kinderdorf, an Peter Berno Rupp von der kath. Kirchengemeinde St. Elisabeth, Timisoara und an die Kindertagesstätte für mehrfach behinderte junge Menschen in Carani.
Ein ganz besonderes Erlebnis war für mich als inzwischen schon erfahrener Helfer ein Sonntagvormittag auf dem Blumen- und Obstmarkt von Timisoara: die Bad Homburger Bürgerin Susanne S. hatte mir zum wiederholten Male zweckgebundene Gelder mit auf die weite Reise gegeben, um den Kindern im RWS-Kinderdorf eine besondere Freude zu machen: nach Rücksprache mit dem Direktor des Kinderdorfs entschied ich dann vor Ort für alle rd. 180 Kinder Bananen und Orangen (absolute „Mangelware“ im RWS-Kinderdorf) zu kaufen. Kann man bei uns in Deutschland solche Mengen relativ leicht besorgen, stellte sich die Realisierung der „vitamreichen“ Idee doch als ziemlich aufwendig heraus. Mehrere Stände auf dem Obstmarkt mußten besucht werden, um dann doch innerhalb eines Zeitrahmens von mehr als 3 Stunden die benötigten Mengen noch pünktlich zum sonntäglichen Mittagessen als Nachtisch in das Kinderdorf zu bringen.
Merklich „ins Geld“ gingen bei diesem Transport dann auch die deutlich erhöhten Dieselkosten; während ich im April 2000 noch in Rumänien für einen Liter LKW-Diesel rd. DM 0,48 bezahlte, kostete dann der Liter Diesel im Oktober 2000 immerhin schon DM 1,02. Der Gesamtaufwand der Oktoberhilfsaktion belief sich auf rd. DM 3.400,-- (Fahrzeugkosten incl. Versicherungen, Autobahngebühren, Beschaffung diverser Hilfsgüter, überwiegend Kindernahrung und -pflegemittel).

Zwischen unseren Hilfsgütertransporten nach Rumänien erreichen uns aber auch immer wieder direkte telefonische Hilferufe aus den angefahrenen Einrichtungen: manchmal fehlt ein dringend benötigtes Entlausungsmittel für die Kinder oder die Kinderpflegemittel (Haarshampoos; Penatencreme o.ä.) gehen zu Ende. Dann ist unser ganzes Organisationstalent gefragt, diese Hilfsgüter schnell zu besorgen, zu verpacken und auf die lange Reise nach Rumänien zu schicken: mit dem ab Frankfurt-Hauptbahnhof täglich verkehrenden Linienbus können wir kleinere Mengen an Hilfsgüter innerhalb von max. drei Tagen direkt versenden. Der Transportpreis von DM 2,-- je Kilogramm ist für solche Notmaßnahmen vertretbar; größere Mengen sind schlichtweg einfach zu teuer (zum Vergleich: der Ladeinhalt eines 7,5-Tonner-LKW’s würde mehr als DM 6.000,-- allein an Transportkosten verursachen). - Im Dezember 2000 brachte ich vier große Kisten mit Hilfsgütern an einem Samstagvormittag wieder „zum Bus“: ein für die täglich anfallende umfangreiche Verwaltungsarbeit notwendiger, gebrauchter PC einer Spenderin aus Oberursel-Bommersheim; viele Päckchen an Kindernahrung und -pflegemittel etc. - insgesamt rd. 158 Kilogramm. Drei große Umzugskartons (insgesamt rd. 84 Kilogramm), voll gepackt mit Kindernahrung gingen inzwischen auch über diesen Wege nach Carani; zwei weitere, schon fertig verpackte große Kisten mit Babynahrung (rd. 78 Kilogramm) stehen schon in unserem Hause versandbereit und werden im Januar 2001 wiederum mit dem „Bus“ ab Frankfurt-Hauptbahnhof auf die Reise zur Kindertagesstätte für mehrfach behinderte Kinder nach Carani, Bezirk Timisoara gehen.

Im November 2000 starteten wir wieder unsere sehr schöne Aktion „Weihnachtspäckchen für Waisenkinder“. Bereits im Oktober 2000 schrieb ich in Oberursel 22 Kindergärten und Kindertagesstätten an und versuchte sie von unserer Aktion („Freude durch Teilen“) zu überzeugen. Bedingt durch die Ende Oktober 2000 völlig überraschend aufgetretene schwere Erkrankung meiner Frau mußten wir zwar die bereits auf rd. 2.000 Handzetteln ausgedruckten Annahmezeiten auf dann insgesamt nur drei Samstage im November 2000 reduzieren: aber auf unsere Spender war, wie im vergangenen Jahr, wieder einmal Verlaß. Mit gezielter Unterstützung der „Taunus-Zeitung“ und der „Oberurseler, Bad Homburger und Friedrichsdorfer Woche“, teilweise auch durch die „Frankfurter Rundschau“ konnten wir in dem Aktionszeitraum von rd. vier Wochen insges. 2.662 festlich verpackte Weihnachtspäckchen für rumänische Waisenkinder in unserer Garage in Oberursel-Bommersheim sammeln und dann Ende November 2000 an die Rudolf-Walther-Stiftung, Gründau-Lieblos, übergeben. Ein gerade zu sensationelles Ergebnis ! An dieser schönen Aktion beteiligten sich einige städtische und konfessionelle Kindergärten und Kindertagesstätten in Oberursel, beispielhaft aber auch die bekannte „Frankfurt International School“ , die Montessori-Schule, Oberursel, und viele, viele nicht alle namentlich aufzuzählende privaten Spenderinnen und Spender.
Am 11. Dezember 2000 startete dann von Frankfurt aus der aus zwei 40-Tonnern und einem 7,5-Tonner bestehende LKW-Konvoi mit Begleitfahrzeugen nach Timisoara, um die gesammelten Päckchen rechtzeitig zum Weihnachtsfest direkt zu den Bedürftigen zu bringen. Daß die Freude auch diesmal wieder unbeschreiblich groß war, bedarf eigentlich keiner großen Erwähnung. Angefahren wurde wieder das große Rudolf-Walther-Kinderdorf in Timisoara und viele kirchliche und auch staatliche Waisenhäuser und Kinderheime, Kinderkrankenhäuser und Kirchengemeinden. Der Transport klappte reibungslos und alle Fahrzeuge waren wieder unfallfrei am 17. Dezember zurück. Über die diesjährige Aktion „Weihnachtspäckchen für Waisenkinder“ und deren Erfolg berichtete die ‘Hessenschau’ gleich zweimal im Dritten hessischen Fernsehen.

Viele, viele Spenderinnen und Spender haben die tollen Erfolge unserer Arbeit im Jahr 2000 erst möglich gemacht. Dafür möchten sich meine Frau und ich, insbesondere aber die vielen Waisenkinder in Rumänien auf diesem Wege bei Ihnen nochmals sehr herzlich bedanken. Unser Dank gilt aber auch einigen Firmen, die durch ihre großzügige Unterstützung zum Gelingen und zur Durchführung der Hilfsgütertransporte beigetragen haben. Beispielhaft der Autovermietung Raule, Oberursel, die uns die benötigten Fahrzeuge immer wieder ohne Vorbehalte zu stark ermäßigten Konditionen vermittelt (für Rumänien absolut keine Selbstverständlichkeit); Herrn Goersdorf von der Firma Nutricia-Milupa, Friedrichsdorf, der uns immer wieder mit dringend benötigter Kindernahrung großzügig unterstützt; der Firma Domnick + Müller GmbH, Friedrichsdorf, die uns im Frühjahr 2000 einen fabikneuen Palettenhubwagen stiftete (dies erleichtert uns die Ver- und Beladung der teilweise sehr schweren Hilfsgüter erheblich) oder auch dem Bürgermeister der Stadt Oberursel, Herrn Gerd Krämer : Herr Krämer war es, der uns auf meinen persönlichen „Hilferuf“ an ihn innerhalb von ganz wenigen Tagen den dringend benötigten Lagerraum zur Vorbereitung unserer Hilfsgütertransporte am alten Rathaus von Oberursel-Weißkirchen kostenfrei bis auf weiteres überlassen hat und damit die zwingend notwendigen logistischen Voraussetzungen für unsere zukünftigen Transporte schuf. - Ein Friedrichsdorfer Kinderfachgeschäft stiftete uns viele Kisten an dringend benötigter Kinderbekleidung und Unterwäsche in hervorragender Qualität. Allen Firmen, Institutionen und Behörden gilt in diesem Zusammenhang unser ganz herzlicher Dank.
Durch viele kleine und teilweise auch bedeutende finanzielle Zuwendungen haben wir es immer wieder doch noch geschafft, die benötigen Gelder, die wir für die Durchführung der Transporte und die Beschaffung von verschiedenen Hilfsgütern benötigen, jeweils rechtzeitig vor den einzelnen Fahrtterminen zu beschaffen. Dafür nochmals an dieser Stelle unseren ganz herzlichen Dank.
Aber: wo Licht ist, ist auch Schatten. - Eine im Juni 2000 vor großem und bekannten Publikum angekündigte finanzielle Unterstützung in Höhe von DM 2.000,-- (anläßlich eines 50-jährigen Geburtstages, in dessen Rahmen ich unsere ehrenamtliche Arbeit vorstellte) ist bis heute nicht bei uns angekommen; allerdings hatte ich aufgrund dieser festen Zusage den Betrag in unsere Gesamtkostenkalkulation voll eingestellt. Bei der Finanzierung des Oktobertransportes 2000 kam es dann zu teilweise sehr ‘spannenden Herausforderungen’ , doch letztendlich ist es doch noch gelungen, die benötigen Gelder „zusammenzutrommeln“ und der Transport und die Beschaffung von benötigten Hilfsgütern war dann in fast letzter Minute noch gerettet.

Auch im Jahr 2001 wollen meine Frau und ich unsere direkte Hilfe für Kinder in Not in Rumänien weiter fortsetzen. Wir vertrauen darauf, daß wir in Ihnen auch weiterhin einen finanziellen Helfer gefunden haben und danken Ihnen schon heute für Ihre Unterstützung. Ein kleiner Hinweis erscheint uns in diesem Zusammenhang wichtig: meine Frau und ich versichern, daß von Ihrer finanziellen Hilfe wirklich keine einzige Mark für anfallende Verwaltungskosten abgezweigt wurde und wird. Alle geringen Verwaltungskosten (meist nur Porto, behördliche Genehmigungsgebühren oder einmal eine Druckerpatrone) zahlen wir aus unserer privaten Tasche. Die notwendigen zeitlichen Aufwendungen für die Transporte gehen zu Lasten meines Jahresurlaubs und werden rechtzeitig bei der betrieblichen Jahresplanung berücksichtigt.

Bedingt durch neue staatliche Vorgaben der rumänischen Regierung benötigen seit Oktober 2OOO alle Hilfsorganisationen für Transporte nach Rumänien spezielle, stark kontingentierte Transportlizenzen. Im Rahmen meines Aufenthaltes im Oktober 2000 in Rumänien traf ich mich mit dem leitenden Direktor der Caritas, Herbert Grün, in Timisoara, um die weiteren behördlichen Genehmigungsschritte abzustimmen (Herbert Grün koordiniert sämtliche Hilfsgüterlieferungen aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und sonstigen Ländern in die Region Timisoara). Denn von der Zuteilung der zwingend vorgeschriebenen Transportlizenzen ist ganz entscheidend abhängig, wann wir den nächsten fest eingeplanten Hilfsgütertransport „auf die Straße“ nach Timisoara bringen können. Durch die gerade erfolgten Neuwahlen in Rumänien kann verhalten optimistisch mit einer Lockerung der derzeitigen sehr strengen Transportauflagen gerechnet werden. Herr Grün versicherte mir, daß er unsere Arbeit auch in Zukunft intensiv und vorbehaltlos unterstützen wird. Sobald uns zu diesem Thema neue Erkenntnisse in verbindlicher Form aus Rumänien vorliegen, werden wir Sie über die Presse hiervon schnell und umfassend informieren.

Eine herzliche Bitte noch zum Schluß dieses Jahresbriefes 2000: Unterstützen Sie uns bitte auch im Jahr 2001 . Berichten Sie im Freundes- und Bekanntenkreis von unseren Aktionen. Denn: umso mehr Menschen in Oberursel und Umgebung von unserer Initiative wissen, umso größer ist die Chance, die jeweils benötigen finanziellen Mittel dann auch tatsächlich aufbringen zu können. Vielen Dank.

Mit besten Grüßen und herzlichem Dank


Hans-Otto Elbert Marion Elbert

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