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Infobrief - 2002 / 2

Ein Behindertenbus für die Kinder von Carani

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer,

mit diesem Brief versuche ich Ihnen die riesige Freude und die ungeteilte Dankbarkeit Ihrer "Kinder von Carani" zu übermitteln, die ich stellvertretend für Sie vor wenigen Tagen in Carani/Rumänien erleben durfte.

Sicherlich erinnern Sie sich, als ich Ihnen nach meiner Rückkehr von meinem Hilfstransport aus Rumänien im September 2001 über den sehr schlechten Gesamtzustand des rd. 15 Jahre alten VW-Bus des Kinderheims für mehrfachbehinderte jungen Menschen "Casa Sf. Maria", in Carani, Bezirk Timisoara/Rumänien, berichtete und dies der konkrete Anlaß für mich war, die Spendenaktion "Ein Behindertenbus für die Kinder von Carani" ins Leben zu rufen. Viele Menschen haben diesen Ruf gehört und beteiligten sich finanziell. Mit Ihrer persönlichen Spende haben Sie maßgeblich dazu beigetragen, daß die Finanzierung der Gesamtkosten des ehrgeizigen Projektes in so kurzer Zeit möglich wurde. Dafür an dieser Stelle nochmals meinen herzlichsten Dank.

Umfangreiche Wege und hoher zeitlicher Aufwand: das waren die Eckpunkte, um das Gesamtprojekt zu realisieren. Die finanzielle Basis zum Erwerb eines behindertengerechten Fahrzeuges mußte geschaffen werden und hierbei konnten wir auf die sehr positive Berichterstattungen in der "Taunus-Zeitung", der "Frankfurter Rundschau" und der "Oberurseler Woche" aufbauen. Darüber hinaus schrieb ich im November 2001 mehr als 180 Firmen und Unternehmer in Oberursel, Bad Homburg und näherer Umgebung direkt an und 'bettelte' um finanzielle Unterstützung - allerdings mit nur mäßigem Ergebnis. Dagegen waren Menschen, die unsere direkte Hilfe für Kinder in Not schon seit längerer Zeit vorbehaltlos unterstützen, letztendlich wieder die Garanten für den gewollten Erfolg. Die positiven Berichte in der Presse eröffneten unserem gemeinnützigen Hilfswerk durch die gezielte Vorstellung eines konkreten Projektes ("Ein Behindertenbus für die Kinder von Carani") zusätzliche neue Spenderkreise.

Zum Endes des vergangenen Jahres gelang es mir durch gezielte Suche im Internet das passende Fahrzeug zu finden: einen weißen Ford-Transit-Bus FT 300, erst wenige Monate alt und nur 19.250 Kilometer auf seinem Tacho. Verkäufer: Autohaus Eder GmbH, Miesbach in Oberbayern. Ein Glücksfall, wie sich dann später herausstellte. Bayerische Menschlichkeit 'pur' erwarteten Sven Tilgner und mich am 18. Dezember 2001 in Miesbach. Top-Fahrzeug - begeisternde Menschen, die sich um uns und das Fahrzeug in jeder Hinsicht kümmerten und ein kräftiger Preisnachlaß, nachdem Herr Darius Siehr (Verkaufsleiter) die zukünftige Verwendung für das Fahrzeug erfuhr. - Nach langen Verhandlungen mit den rumänischen


Behörden, die durch und über den Leiter der Caritas-Niederlassung in Timisoara/Rumänien, Herbert Gruen, geführt wurden, erfolgte dann endlich die erforderliche Genehmigung durch die staatlichen Stellen in Bukarest (neue, sehr strenge Abgasbestimmungen prägen jetzt das Bild bei der Einfuhr von Fahrzeugen aus dem Ausland).


Wichtige weitere Schritte waren einzuleiten: die zwingend notwendige notarielle Schenkungsurkunde für das Fahrzeug mußte in deutscher und rumänischer Sprache ausgefertigt, die Unterschrift von Notar Dr. Reinhold Ott, Oberursel zusätzlich durch das Landgericht Frankfurt bestätigt werden - viele Zollformalitäten mit dem Hauptzollamt Frankfurt kosteten Zeit, Geld und einige Nerven. Aber: wo viele Menschen von direkter Hilfe überzeugt sind, kommt auch Hilfe konsequent zurück. Beispielhaft möchte ich neben den vielen Geldspendern auch die Sachspender keineswegs vergessen: Werbeagentur Hans G. Usinger, Oberursel (Gestaltung unserer Briefbögen und unseres Flyers; Entwurf des Logos), Druckerei Nejedly GmbH, Friedrichsdorf (Lieferung und Herstellung sämtlicher seitheriger Druckstücke); Firma Peter Jörges, Schrift und Design, Oberursel-Oberstedten (komplette Fahrzeugbeschriftung) , Reifendienst Oberursel (deutliche Preisreduzierung für erforderliche Winterbereifung für den Behindertenbus), REHA-Fahrzeugtechnik Alsfeld/Oberhessen (sehr bedeutender Preisnachlaß für die Lieferung und den Einbau der notwendigen Rollstuhlrampe) und in ganz erheblichem Umfang auch die Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterpraxis Kottwitz & Partner, Oberursel (Prüfung und Testat des Jahresabschlusses 2001; diverse Auskünfte zur Rückvergütung von Mehrwertsteuerfragen und allgemeine steuerliche Beratungen).

Am 06. März 2002 war es dann endlich soweit; der weite Weg nach Carani begann. Und in Michael Neumann, Redakteur der "Taunus-Zeitung", Bad Homburg, der schon viele Jahre über unsere verschiedensten Aktionen immer wieder in der Presse berichtet, hatte ich einen neuen Begleiter. Egon Haug aus Gelnhausen-Haitz, mit dem ich schon einige Fahrten nach Rumänien gemeinschaftlich unternahm, fuhr unser Rückholfahrzeug (gesponsert über Autovermietung Raule, Oberursel). - Nehmen Sie sich jetzt wenige Minuten Zeit und lesen Sie einmal die von Michael Neumann verfassten Zeitungsartikel (in Kopie beigefügt); er beschreibt sehr eindrucksvoll und kritisch-neutral unsere geleistete direkte Hilfe für Kinder in Not.

Ein Traum wurde wahr: riesige Freude und ungläubiges Staunen beim ersten ‚Kennenlernen‘ des Behindertenbus bei den Kindern und den Betreuern bei unserer Ankunft am 07. März 2002 in Carani. So fasse ich meine erlebten ersten Eindrücke zusammen – lesen Sie hierzu einfach den Artikel von Michael Neumann (beginnend mit: „Der lange Weg nach Carani“).

Das beiliegende Foto soll Ihnen als kleines ‚Danke schön‘ ein wenig von der Freude und Dankbarkeit Ihrer „Kinder von Carani“ vermitteln und Sie an Ihre finanzielle Unterstützung erinnern.


Nach Abschluß des Projektes „Ein Behindertenbus für die Kinder von Carani“ kann ich Ihnen jetzt auch die Gesamtkosten für die Beschaffung des Fahrzeuges, die erforderlichen Einbauten und Zusatzausstattungen, die relativ hohen Kosten für den rumänischen Einfuhrzoll und die geringen Überführungskosten, nennen: insgesamt rd. € 21.350,-- waren notwendig, um alle beschriebenen Maßnahmen zu realisieren und zu finanzieren. Nach erfolgter Verbuchung aller Kosten ist unsere Vereinskasse z. Zt. allerdings fast leer.


Mit diesem Schreiben appelliere ich aber auch heute wieder an Ihre Spendenbereitschaft, denn zwingende und dringende bauliche Maßnahmen müssen an dem Kinderheim „Casa Sf. Maria“, Carani, noch in diesem Sommer/Herbst ausgeführt werden: die rumänischen Behörden verlangen schon seit geraumer Zeit eine räumliche Trennung zwischen dem jetzigen Waschmaschinen- und Trocknerplatz und den Aufenthalts- und Therapieräumen in einen noch zu errichtenden kleineren Anbau, der gleichzeitig auch als Unterstand für den Behindertenbus dienen soll (das bestehende, sehr gepflegte Haus, in dem das Kinderheim „Casa Sf. Maria“ untergebracht ist, darf nicht baulich verändert werden). Die Gesamtkosten für diese Baumaßnahme belaufen sich auf rd. € 5.000,--. Eine Investition, die wiederum nur und ausschließlich durch Spenden aus Deutschland finanziert werden kann (die rumänischen Behörden zahlen keinen Pfennig/Cent für den laufenden Unterhalt des Kinderheims „Casa Sf. Maria“; alle Kosten werden aus Deutschland über Spenden finanziert). Und für ein vierjähriges Mädchen wird ein ‚mitwachsender‘ Rollstuhl dringend gebraucht: Kosten hierfür ca. € 650,--.


Ich vertraue darauf, daß es auch diesmal wieder Menschen sein werden, die uns in der Vergangenheit immer wieder finanziell unterstützten und uns auch diesmal Ihre erneute Hilfe nicht verweigern.

Viele Spendenaufrufe erreichen Sie durch Fernsehberichte, in Ihrer Tageszeitung und in Ihrem Briefkasten. Große Not und Leid gilt es an vielen Orten auf unserer Welt zu lindern. Entscheiden Sie sich bitte wieder für Ihre persönliche Hilfe für ein kleines, ausschließlich von ehrenamtlichen Mitmenschen in Oberursel und Umgebung getragenes, gemeinnütziges Kinderhilfswerk. Unser Name „Direkte Hilfe für Kinder in Not e.V.“ ist gleichzeitig auch unser Leitmotiv: schnelle, unkomplizierte und direkte Hilfe – ohne lange und bürokratische Umwege oder immense Verwaltungskosten.


Ich garantiere Ihnen nach wie vor, daß alle gespendeten Geld- und Sachspenden unmittelbar den Kindern in den von uns unterstützenden Projekten direkt zufließen. Die anfallenden geringen Verwaltungskosten zahlen die Vorstandsmitglieder aus ihren privaten Mitteln. Darauf können Sie vertrauen. Denn: Helfen macht Freu(n)de.

In diesem Sinne grüße ich Sie sehr herzlich, danke für Ihr Vertrauen und Ihre uneinge-schränkte Unterstützung und Hilfe.

Mit freundlicher Empfehlung

Direkte Hilfe für Kinder in Not e.V.
Gemeinnütziges Kinderhilfswerk


Hans-Otto Elbert
1. Vorsitzender

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