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Päckchen sind in Rumänien angekommen

Oberursel. Gerade in den Tagen vor dem Weihnachtsfest wird es immer wieder offenbar: Die Deutschen sind sehr spendenfreudig. Besonders groß scheint die Spendenbereitschaft im Taunus und speziell in Oberursel zu sein, wie jüngst wieder die Aktion Weihnachtspäckchen für Waisenkinder bewies. Sage und schreibe 3450 Päckchen, gefüllt mit einem kleinen Geschenk, Süßigkeiten und anderem mehr, wurden an nur einem Tag zur Familie Elbert im Bommersheimer Goldackerweg gebracht.

Viele Privatleute hatten die Päckchen gepackt, aber, wie schon in den Vorjahren, auch Kindergärten, Grundschulen und Kindertagesstätten aus Oberursel und den Nachbarorten. „Das war schon wieder ein Rekordergebnis und übertraf die Zahl der Päckchen des vergangenen Jahres noch einmal um etwa zehn Prozent“, freut sich Hans-Otto Elbert vom Verein direkte Hilfe für Kinder in Not in Oberursel, der die Aktion seit acht Jahren gemeinsam mit seiner Frau Marion und Sohn Michael organisiert.

Alle Päckchen sind inzwischen an ihrem Bestimmungsort in Rumänien eingetroffen, sie werden rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest an verschiedene Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulen, eine Aids-Station für Kinder und auch an bedürftige Familien verteilt.

So sehr sich die Familie Elbert über das schöne Ergebnis der Aktion freute, so bestürzt war sie über eine Nachricht, die sie am vergangenen Donnerstagabend erreichte: Pater Berno Rupp, dessen sozialen Projekte das Kinderhilfswerk seit Jahren unterstützt, wurde bei einem Verkehrsunfall in der Nähe von Göppingen sehr schwer verletzt. Beim Aussteigen aus seinem Bus wurde er von einem Auto erfasst. Mit schlimmsten Kopfverletzungen wurde der Pater in eine Spezialklinik nach Ravensburg gebracht, wo er seitdem in einem künstlichen Koma gehalten wird.

Vor dem schlimmen Unfall hatte er und mehrere Helfer seiner Kirchengemeinde St. Elisabeth in Timisoara bei der Familie Elbert die Weihnachtspäckchen in zwei Fahrzeuge eingeladen, um sie nach Timisoara zu bringen. Auf dem Weg machte er noch einen Abstecher nach Göppingen, wo er eine mit ihm reisende rumänische Ordensschwester absetzen wollte.

Die Kirchengemeinden von Berno Rupp und seine Freunde bangen um den Pater. Viele Projekte wie das Nachtasyl, der Aufbau einer Farm für Obdachlose und Arbeitslose, eine Kleiderausgabe und das Mittagsmahl für Bedürftige hängen unmittelbar mit der Person des Paters zusammen. (new)

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