Engagement

zeigt Wirkung!

Helfen

macht Freu(n)de

Ausgewählte Presseartikel

Wir sind regelmäßig in verschiedenen örtlichen Tageszeitungen (z.B. „Frankfurter Rundschau“, „Taunus-Zeitung“, „Oberurseler Woche“) und in einigen fachspezifischen Publikationen (z.B.: Kirchenzeitung „Der Sonntag“, Stadtmagazin Oberursel, Caritas-Zeitung für das Bistum Timisoara) vertreten und möchten Ihnen in dieser Rubrik Einblicke in einige Artikel geben.

„Mit einer Bügelmaschine fing es an“

Taunus-Zeitung vom 10. Oktober 2019

Oberursel: Wie der Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ nicht nur einem Waisenhaus in Rumänien hilft
Über 50.000 Euro im Jahr benötigt der Oberurseler Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not, um seine Hilfe-Einrichtungen in Rumänien zu unterhalten. Ohne Spenden geht da nichts.

Von Christina Sarac
Das 25 mehrfach behinderte Kinder und weitere 45 Jungs und Mädchen aus sozial schwachen Familien in der Nähe der rumänischen Stadt Timisoara heute ein besseres Leben führen können, verdanken sie einer Bügelmaschine. Es kling vielleicht weit hergeholt, aber bekanntlich schreib das Leben immer noch die besten Geschichten.

Die Bügelmaschine gehörte Schwester Georgis aus dem Alfred-Delp-Haus. Die Ordensfrau fragte Hans-Otto Elbert, ob er die Maschine nicht mit nach Carani in ein Heim für mehrfach behinderte Kinder mitnehmen könnte. „Natürlich habe ich das gemacht“, erinnert sich Elbert, der damals ehrenamtlich für die Rudolf-Walther-Stiftung Hilfsgüter nach Rumänien transportierte. „Was ich in dem Heim in Carani gesehen habe, hat mich tief bewegt“, erhalt der Oberurseler. „Es fehlte einfach an vielen materiellen Dingen“.

In dieser Einrichtung begegnete ihm außerdem Pater Berno, der zum Salvatorianer-Orden angehört. Der rührige Pater, der vom Bodensee stammt, stellte viele Projekte für verwaiste Kinder, Obdachlose und alte Menschen ohne Angehörige auf die Beine. Der Pater verstarb vor zwei Jahren im Alter von 82 Jahren. „Sein Vorbild war für mich die Initialzündung, selbst etwas zu bewegen“, erinnert sich Hans-Otto Elbert.

Am 01. Juni 2001 gründet der Oberurseler den Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not“. Seither ist der Verein auf Spenden angewiesen, um seine Projekte umsetzen zu können. Auch mit Hilfe dieser Zeitung gelang es Elbert, Sachspenden, wie Kleidung, Lebensmittel, Rollstühle, Krankenbetten und vieles mehr zu sammeln, der er persönlich in Carani ablieferte.

Tagesstätte in Bacova
„Inzwischen sammeln wir nur noch Geldspenden“, erklärt Elbert. Das Kinderheim in Carani kostet den Verein etwa 15.000 bis 20.000 Euro Unterhalt pro Jahr, um bestehen zu können. „Ohne Spenden könnten wir unsere Arbeit nicht machen“, weiß Elbert. Umso dankbarer ist er, wenn sein Verein bedacht wird. Wie zum Beispiel von Bäckermeister Volker Müller aus Bommersheim, der anlässlich seines 50. Geburtstages eine Spende in Höhe von 2.500 Euro für die rumänischen Kinder machte.

Hans-Otto Elbert hat für das Geld auch schon einen Verwendungszweck. Die Dächer der Einrichtung in Bacova, die „Casa Pater Berno“ heißt, müssen dringend neu gedeckt werden. Dieses Projekt wird voraussichtlich etwa 20.000 Euro kosten. „Das zu finanzieren ist aber nicht unser einziges Problem. Es gibt in Rumänien im Moment kaum ausgebildete Handwerker. Die gehen alle wegen der schlechten Perspektiven im Land nach Italien oder Spanien“, berichtet der 68-Jährige. Auch die hohen Preise für Strom, Gas und Waser machen dem Verein zu schaffen. Die Einrichtung in Bacova wurde 2010 deshalb auf eine kostensenkende Pellet-Heizung umgestellt.

DZI-Spendensiegel
Auch die dortige Küche musste im vergangenen Jahr aufgrund neuer EU-Richtlinien modernisiert werden. Da hier nicht nur die Kinder, sondern auch an die Pater-Berno-Stiftung angeschlossene Einrichtungen versorgt werden  -es gehen täglich um die 600 Essen raus-  eine unumgängliche Investition. „Daher sind wir sehr froh, dass wir auch in diesem Jahr wieder das DZI-Spendensiegel erhalten haben“, so Elbert. Der Verein wurde seit 2002 jedes Jahr aufs Neue zertifiziert. Es handelt sich dabei um ein Gütesiegel für seriöse Spendenorganisationen. Träger des Deutschen Zentral-instituts für soziale Fragen (DZI) ist unter anderem der Senat von Berlin und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wer mehr über den Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ von Hans-Otto Elbert erfahren möchte, kann sich auf der neu gestalteten Homepage informieren. Die Internetadresse lautet www.kinderhilfswerk-oberursel.de. Dort finden Interessierte auch nähere Informationen darüber, wie sie den Verein finanziell unterstützen können.

Wer den Verein bei seiner Tätigkeit unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto mit der
IBAN DE 42 5125 0000 0001 1125 54,
BIC: HELADEF1TSK
bei der Taunus Sparkasse. 

„Spenden für Kinder statt Geschenke“

Oberurseler Woche – 24.10.2019

„Ein neuer Kleinbus für die Kinder von Carani“

Frankfurter Rundschau vom 05. Oktober 2001

Oberurseler Ehepaar gründet Hilfswerk für osteuropäische Heime und Kinderdörfer/Auch dieses Jahr Weihnachtspäckchen

Der Oberurseler Hans-Otto Elbert hat ein gemeinnütziges Kinderhilfsewrk gegründet. Die „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ soll Einrichtungen in Osteuropa, hauptsächlich in Rumänien, unterstützen. Elbert hat sich bisher für die Rudolf-Walther-Stiftung engagiert und Hilfstransporte nach Timisoara in Rumänien mit organisiert.
Oberursel. „Die Gründung eines eigenen Kinderhilfswerks ist die konsequente Weiterentwicklung unseres Engegements für viele Kinder in Not in Rumänien“, sagte Gründer und Vorsitzender Hans-Otto Elbert gestern.

Keineswegs solle dies eine Konkurrenz zur Rudolf-Walther-Stiftung sein, für die sich der 50-Jährige und seine Frau Marion schon seit vielen Jahren einsetzen. Für diese Stiftung aus Gründau-Lieblos, die in Timisoara ein großes Kinderdorf betreibt,will Elbert auch in diesem Jahr eine Weihnachtspäckchen-Aktion durchführen. Mehr als 2600 Päckchen hatte die Bommersheimer Familie im vergangenen Dezember gesammelt und in die 1420 Kilometer entfernte rumänische Stadt geschafft.

Erstes Projekt des neu gegründeten Hilfswerks soll die Anschaffung eines Busses für das Kinderheim „Casa St. Maria“ in Carani sein, einem etwa 500 Einwohner großen Ort in der Nähe von Timisoara. Der Kontakt zu dem Kinderheim, in dem schwer behinderte Kinder und Jugendliche betreut werden, entstand vor ein paar Jahren über Schwester Georgis, die 1991 das Heim gründete und heute im Alfred-Delp-Haus in Oberursel lebt. „Bei einem unserer Transporte bat sie uns, etwas für das Kinderheim mitzunehmen“, erinnert sich Elbert.

Der fast 15 Jahre alte Kleintransporter des Heims, mit dem behinderte Kinder gefahren werden, wurde ursprünglich einmal vom Alfred-Delp-Haus in Oberursel genutzt. Mittlerweile habe das Gefährt über 400 000 Kilometer auf dem Tacho und sei „stark mtgenommen“. Im nächsten Jahr würden in Rumänien neue, strengere Abgasvorschriften eingeführt. „Es macht keinen Sinn mehr, Geld in das Fahrzeug zu investieren“, meint Elbert. Deshalb will das Oberurseler Kinderhilfswerk einen gebrauchten neunsitzigen Bus kaufen und der Einrichtung schenken. Geschätzte Kosten: 35000 Mark.

Erste Spendenzusagen liegen laut Elbert schon vor. So habe der Oberurseler Arzt Norbert Dickopf 13000 Mark in Aussicht gestellt, eine Bad Homburger Bürgerin will das Hilfswerk mit 5000 Mark unterstützen. „Mein Ziel ist es, bis Ende des Jahres das Geld für den Bus zusammen zu haben“, sagte Elbert.

Laut dem Vorsitzenden sollen alle Geld- und Sachspenden ohne Abzüge weitergegeben werden. Verwaltungskosten des Hilfswerks übernimmt den Angaben nach die Familie Elbert. Die Hilfstransporte nach Rumänien sollen selbst durchgeführt und die gespendeten Sachen direkt vor Ort verteilt werden. „Nur über diesen direkten Weg können wir die Sicherheit geben, dass alle finanziellen Hilfen tatsächlich der beabsichtigten Verwendung zugeführt werden“, so Elbert. (rmu)

Fragen über das Kinderhilfswerk „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ beantworten Vorsitzender Hans-Otto Elbert und seine Frau Marion unter Telefon (06171) 5 26 13.

„Der weite Weg nach Carani“

Taunus Zeitung vom 16. März 2002

Fünf Tage war Hans-Otto Elbert vom Oberurseler Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ unterwegs, um einen Kleinbus nach Rumänien zu bringen. Oberurseler Bürger hatten bei einer Spendenaktion weit über 16000 Euro zusammengebracht, um das Fahrzeug zu finanzieren. Es ist für ein Heim für behinderte Kinder bestimmt. TZ-Redakteur Michael Neumann begleitete Elbert auf der Fahrt nach Rumänien. In einer kleinen Serie wollen wir über die Hilfsaktion berichten.

Oberursel. Hans-Otto Elbert sitzt im Fahrerhaus am Steuer des weißen Ford Transit und wartet – aber nicht allzu lang. Um 6 Uhr sind wir im Bad Homburger Schwedenpfad vor der Redaktion der TZ verabredet, zehn Minuten früher treffe ich ein. Tasche verladen, eingestiegen. Gurt festgeschnallt und los geht´s Richtung Autobahn Würzburg-Nürnberg. Beide haben wir kurz und schlecht geschlafen, aufgeregt vor der weiten Fahrt nach Rumänien. Und sind hellwach, als wir die ersten Kilometer hinter uns bringen.

Bei Gelnhausen treffen wir Egon Haug. Er steuert den schwarzen Opel, mit dem wir fünf Tage später nach Deutschland zurückfahren werden.
Denn der Ford Transit bleibt in Rumänien, ein Geschenk des Vereins „Direkte Hilfe für Kinder in Not“, für das Elbert und seine Mitarbeiter in Oberursel weit über 16000 Euro an Spenden gesammelt haben. Der Wagen ist für ein Kinderheim in Carani nahe Timisoara betimmt. Dort werden zwölf geistig und körperlich behinderte Kinder betreut.
Per Handy wird die ganze Fahrt über Kontakt mit Egon Haug gehalten, mehr als ein dutzend Mal klingelt es in der Brusttasche von Hans-Otto Elbert, bis wir Budapest erreichen. Doch bis dahin sind es noch 1000 Kilometer, und ehe die ersten 100 auf dem Tacho sind, werden wir von der Polizei gestoppt. Die Fahrzeugpapiere werden gründlich kontrolliert, und schnell erfahren wir auch, warum sich die Polizei gerade für uns interessierte. Dem Nummernschild ist abzulesen, dass der Wagen in ein anderes Land überführt werden soll, und solche Fahrzeuge werden gerne gestohlen, sagt der Beamte und gibt uns die Papiere zurück.

Schon nach fünf Stunden ist die österreichische Grenze bei Passau erreicht – keine Staus, keine Baustellen, blauer, wolkenfreier Himmel. „Besser könnte es nicht laufen“, sagte Elbert. Er hat die Strecke schon mehrfach hinter sich gebracht, auch mit dem schweren Lastwagen, und bei Regen und Schnee.
Auch in Österreich kann der Schnitt von Tempo 110 mühelos gehalten werden, ein Blick auf das im Sonnenschein leuchtende Kloster Melk, und zwei Stunden später ist die ungarische Grenze erreicht. Zuvor haben wir, in einer Blechlawine dahin schwimmend, Wien von seiner industriellen Seite her kennen gelernt.

An der Zollschranke zehn Fahrzeuge vor uns, darunter ein rumänischer Kleinbus, der gut 20 Minuten Kontrolle verschlingt. Wir steigen aus, vertreten uns die Beine. Elbert trinkt einen Schluck Wasser, ich rauche eine Zigarette, die dritte erst seit der Abfahrt. Nach einer guten halben Stunde sind wir an der Reihe, kritische Blicke auf das Kennzeichen, die Papiere verschwinden im Zollhäuschen, nach einer Viertelstunde können wir weiterfahren.

Jetzt noch einmal 150 Kilomehter auf gut ausgebauter Autobahn bis Budapest. Weit führt die Autobahn um die ungarische Hauptstadt herum, und mit einen wenig Glück finden wir die Ausfahrt zum Industriegebiet, und dort zum Hotel Frankfurt.
„Für heute reicht´s“, sagt Elbert, schnappt müde seine Reisetasche. „Aber wir sind toll durchgekommen.“ Eine halbe Stunde später trifft Egon Haug ein. Er hat wenigstens die Budapester Innenstadt kennen gelernt – nachdem er sich verfahren hat. Zimmer bezogen, geduscht, zu Abend gegessen, ins Bett gefallen, unruhiger Schlaf.

Am nächsten Morgen, nach drei Tassen Kaffee und zwei Brötchen, geht es weiter. Flaches Land mit riesigen Ackerflächen rechts und links der Autobahn, wenige Häuser in kleinen Dörfern über Dutzende Kilometer hinweg, und immer wieder die kugelförmigen Wasserbehälter auf hohem Mast.
Eine halbe Stunde nach Szeged endet die Autobahn, die Straße bleibt gut, die Sonne scheint, aber es wartet die rumänische Grenze. „Hier habe ich mit den Lastkraftwagen schon über 36 Stunden warten müssen“, macht mir Elbert wenig Hoffnung auf einen schnellen Grenzübergang.

Die Zöllner haben sehr viel Zeit
Der ungarische Zoll ist gnädig, nur eine halbe Stunde, dann warten die rumänischen Zöllner. Und die haben Zeit. Eine dicke Mappe mit Zollpapieren hat Elbert unter den Arm geklemmt, als nach einer Stunde Wartezeit der Mitarbeiter von Caritas aus Timisoara endlich eintrifft. Er kann Deutsch und Rumänisch und soll die schwierigen Verhandlungen mit den Zöllnern führen, damit in absehbarer Zeit die Zollpapiere abgestempelt werden. Elbert glaubt alle Papiere zusammengetragen zu haben, der Zoll sieht das anders.

Mit dem Mann von Caritas sind auch Schwester Pacifica vom Benediktinerorden und Mircea Sabau an die Grenze gekommen, der den Transit einmal fahren soll. Mit Pacifica und Mircea komme ich schnell ins Gespräch. Mircea lässt von Schwester Pacifica übersetzen, dass er nun auch Deutsch lernen will, weil sein Enkel Robert Deutsch lernen soll. Wir nutzen die lange Wartezeit, im eisigen Wind stehend, zum ersten Anfängerkurs, während Elbert und der Caritas-Mitarbeiter von Zollstelle zu Zollstelle eilen.

Zwei Stunden sind vergangen. Mircea ruft im Kinderheim an, die Kinder sollen heimgebracht werden. Aber die wollen warten.Während Mircea seinen deutschen Wortschatz weiter ausbaut und Schwester Pacifica fröstelt, informiert ein genervter Hans-Otto Elbert über den neuesten Stand der Verhandlungen.
Nach knapp vier Stunden ist es geschafft, wichtige Stempel schmücken die Zollpapiere, wir besteigen den Transit. „Zwei Mal fünfzig Euro Handgeld mussten wir zahlen“, ärgert sich Elbert maßlos. „Sonst wären wir noch Stunden hier.“ „So viel verdient ein rumänischer Arbeiter im Monat“, sagt Schwester Pacifica.

Über die löchrige Hauptstraße verlassen wir den Grenzbereich, nähern uns der Großstadt Arad, um über noch schlechtere Wege Richtung Carani zu steuern. Mircea fährt mit seinem gelben, hochbetagten Bus voraus. Weil der Tank leckt, hat er immer einen Kanister Diesel dabei. Wir hoffen, dass der Bus die letzten paar Kilometer noch durchhält. Im Kinderheim werden wir seit Stunden ungeduldig erwartet.

„Casa Pater Berno eingeweiht“

Taunus-Zeitung vom 17. April 2009

Von Michael Neumann

Das ganze Dorf Bakowa war auf den Beinen, als die vom Verein «Direkte Hilfe für Kinder in Not» geschaffene Tagesstätte für Schulkinder feierlich seiner Bestimmung übergeben wurde.
Oberursel/Bakowa. Eigentlich wollte sich der Bischof der Diözese Timisoara die feierliche Einweihung der Kindertagesstätte im nahe Timisoara gelegenen 1000-Seelen-Dorf Bakowa nicht entgehen lassen, musste dann aber leider doch absagen. Andere hohe Geistliche wie Generalvikar Monsignore Szilvágyi Zsolt von der Diözese Timisoara und der deutsche Salvatorianer Pater Berno Rupp übernahmen den Gottesdienst in der Kirche, die der Tagesstätte gegenüberliegt.

Die Einweihung der Kindertagesstätte wurde zum Festtag fürs ganze Dorf, und entsprechend war die Kirche gefüllt, wie es sonst nicht einmal zu den hohen Feiertagen Ostern oder Weihnachten der Fall ist. Und ganz vorne, in der ersten Reihe, saßen, in schwäbischer und rumänischer Tracht, die Kinder, die die Tagesstätte schon vor einiger Zeit in Besitz genommen hatten.
Gottesdienst in zwei Sprachen

Ungewöhnlich lang dauerte denn auch die Messe mit Abendmahl, wurde sie doch in deutscher und rumänischer Sprache gehalten. Zweisprachig aus zwei Gründen: Zum einen gehören zur Dorfgemeinschaft immer noch etwa 100 deutschstämmige Bewohner, zum anderen waren viele Gäste aus Pater Rupps bayerischer Heimat zu Besuch, darunter zwei Schwestern und ein Bruder und viele Freunde und Bekannte des Paters, die einen Bus gechartert hatten.

Nicht ohne Grund hatten die Gäste aus Bayern diesen Tag für einen Besuch gewählt, denn es war ein Festtag nicht nur für die Dorfbewohner, sondern auch für Pater Berno. Nach ihm nämlich wurde die Kindertagesstätte «Casa Pater Berno» benannt.

Das war der ausdrückliche Wunsch von Marion und Hans-Otto Elbert, die seit vielen Jahren freundschaftlich mit dem Pater verbunden sind und ihn bei vielen seiner Projekte tatkräftig unterstützen. Pater Berno kümmert sich seit mehr als 20 Jahren in seiner Kirchengemeinde St. Elisabeth in Timisoara um Menschen, die von der Gesellschaft vergessen wurden. Er baute mit Unterstützung der Caritas in Timisoara ein Nachtasyl für Obdachlose und ein Frauenhaus auf und gründete auf dem Gelände einer alten 100 Hektar Land umfassenden Kolchose in Bakowa eine Jugendfarm, auf der junge Obdachlose, auch kleine Familien, eine neue Lebenschance erhalten.

Und wenige 100 Meter von der Farm entfernt, an der Dorfstraße von Bakowa gelegen, entstand die Kindertagesstätte im ehemaligen Pfarrhaus. Der von den Eheleuten Marion und Hans-Otto Elbert geführte Oberurseler Verein «Direkte Hilfe für Kinder in Not» hatte die Sanierung des stark heruntergekommenen Hauses finanziert und trägt auch die laufenden Kosten von 2000 Euro (TZ berichtete). Bezahlt werden müssen die Löhne einer pensionierten Lehrerin, einer Kindergärtnerin, einer Köchin und eines Hausmeisters. Zurzeit besuchen etwa 20 Mädchen und Jungen aus sozial schwach gestellten Familien, aber auch lernbehinderte Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter die Einrichtung.

Das tägliche Frühstück, das Mittag- und das Abendessen sind fester Bestandteil des Tagesablaufs in der Casa Pater Berno. In der Tagesstätte wurde auch einen kleine Ambulanz für die medizinische Versorgung der Kinder aber auch der älteren Bürger Bakowas eingerichtet.
Geld ist gut angelegt

Dass das Geld in der Kindertagesstätte gut angelegt ist, davon konnten sich Marion und Hans-Otto Elbert bei einem Rundgang mit den Ehrengästen ein Bild machen. Handwerker hatten das Haus in ein wahres Schmuckstück verwandelt, das sich aus der grauen Häuserzeile abhebt.

Dem Geschäftsführer der Caritas Timisoara, Herbert Grün, blieb es vorbehalten, die Verdienste des von den Elberts geführten Vereins hervorzuheben. Nicht nur die neue Kindertagesstätte in Bakowa sei realisiert worden, mit Mitteln des Vereins werde auch die Tagesstätte für geistig und körperlich Behinderte in Carani maßgeblich unterstützt. Dort werde seit zwei Jahren in den Nachmittagsstunden auch ein Kindergarten angeboten.
Der von Pater Berno gegründeten Jugendfarm in Bakowa habe der Verein zwei große Allrad-Traktoren spendiert. Die Gäste der Feier nutzten die Gelegenheit, sich auch auf der Farm umzuschauen. Dort sind inzwischen zwei neue Wohnhäuser für 16 Mitarbeiter der Farm gebaut worden. In der nach dem Sturz des Ceaucesceau-Regimes aufgegebenen Farm gibt es inzwischen eine Nudelfabrik und eine Schreinerei, darüber hinaus werden hier, Schweine und Rinder gezüchtet.

Natürlich schauten die Elberts am Tag zuvor auch in Carani vorbei, wo sich im Kindergarten mehr als 20 Mädchen und Jungen tummelten. Dort erfuhren die Oberurseler, dass es viel Lob von den Lehrerinnen der Grundschule in Carani gegeben habe. Die Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten der Caritas hätten beste Voraussetzungen für einen gelungenen Schulstart.

Wer dieses Projekt oder die Kita in Bakowa beispielweise durch eine Patenschaft unterstützen möchte, kann sich mit Hans-Otto Elbert, Telefon (0 61 71) 5 26 13, in Verbindung setzen.

„Kinder von der Straße geholt“

Taunus-Zeitung vom 20. Januar 2009

Von Michael Neumann
Oberursel. Etwa 30 Kilometer von der rumänischen Großstadt Timisoara entfernt liegt das kleine Dorf Bakowa. Hier hat Pater Berno Rupp, Pfarrer einer großen Kirchengemeinde in Timisoara, auch mit tatkräftiger und vor allem finanzieller Unterstützung des Oberurseler Vereins «Direkte Hilfe für Kinder in Not» eine Jugendfarm für Straßen- und Waisenkinder aufgebaut.

Auf dem völlig heruntergekommenen Gelände einer ehemaligen Kolchose hat der aus Bayern stammende Pater einen landwirtschaftlichen Vorzeigebetrieb mit einer Mühle, Schweinezucht und Ackerbau aufgebaut. Dort werden junge Menschen vor allem aus Timisoara untergebracht, hier können sie arbeiten und müssen nicht im ebenfalls von Pater Berno geschaffenen Nachtasyl schlafen.

In der Nachbarschaft der Jugendfarm, an der Dorfstraße gelegen, wurde nun das nächste Projekt des Oberurseler Vereins verwirklicht: Ein Zentrum für Kinder, das den Namen «Casa Pater Berno» tragen wird. «Mit dieser Namensgebung wollen wir die Verdienste von Pater Berno insbesondere in Bakowa ehren», sagt der Vorsitzende des Vereins Direkte Hilfe für Kinder in Not, Hans-Otto Elbert.

Eingerichtet wurde das Zentrum in einem leerstehenden, ehemaligen Pfarrhaus, das in früheren Jahren bereits als soziale Begegnungsstätte diente. Seit dem Frühjahr 2008 wurde das stark sanierungsbedürftige großen Anwesen komplett renoviert und die Außenanlagen kindgerecht gestaltet mit einem Spielplatz und einer kleinen Bolzwiese.

Die gesamten Kosten für die Sanierung und Umgestaltung des früheren Pfarrhauses finanziert der Oberurseler Verein. Und er übernimmt auch komplett die Betriebskosten von etwa 2000 Euro im Monat. «Wir hätten das Kinderzentrum gar nicht eröffnen dürfen, wenn wir den rumänischen Behörden nicht garantiert hätten, dass wir die Betriebskosten bezahlen», sagt Hans-Otto Elbert.

Vor wenigen Tagen öffneten sich die Tore der «Casa Pater Berno» für zunächst 20 Mädchen und Jungen aus sozial schwach gestellten Familien, aber auch für lernbehinderte Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Das tägliche Frühstück, das Mittag- und das Abendessen sind fester Bestandteil des Tagesablaufs in dieser neuen Betreuungseinrichtung. Pädagogisch betreut werden die Kinder von fachkundigen Kräften, die die schulischen Hausaufgaben der Kinder begleiten und Lernhilfen geben. Eingestellt wurden eine pensionierte Lehrerin, eine Kindergärtnerin und eine Köchin. Im März dieses Jahres wird das neue Kinderzentrum feierlich eingeweiht.

Zur Finanzierung der monatlichen Gesamtkosten für Gehälter, Verpflegung, Energiekosten und Spielmaterialien sucht der Oberurseler Verein «Direkte Hilfe für Kinder in Not» Menschen, die bereit wären, als Paten monatlich mindestens zehn Euro für das Projekt übernehmen. Interessierte können sich mit Hans-Otto Elbert, Telefonnummer (0 61 71) 6 98 79 55, in Verbindung setzen.

Beschrieben wird das Projekt auch auf den Internetseiten des Vereins, Adresse http//www.kinderhilfswerk-oberursel.de.

„Jeder Cent für Kinder“

Frankfurter Rundschau vom 26. Februar 2008

Oberursel. Berliner DZI-Siegel für Hilfswerk

Das Oberurseler Kinderhilfswerk „Direkte Hilfe für Kinder in Not e.V.“ ist in Berlin zum fünften Mal in Folge mit dem Spendensiegel vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) ausgezeichnet worden. Das Siegel ist ein anerkanntes Gütezeichen. Es wird an Organisationen vergeben, die verantwortlich mit Spendengeldern umgehen.

„Die erhaltenen Spenden sind in vollem Umfang in die Projekte geflossen“, heißt es im positiven DZI-Prüfungsbericht. Sämtliche Verwaltungsausgaben bezahlt die Familie des Kinderhilfswerk-Vorsitzenden und Gründers Hans-Otto Elbert.

Ziel des Spendensiegels ist es nach Angaben des DZI, Bewusstsein zu schaffen, Vertrauen zu fördern und die Hilfsbereitschaft zu erhalten. „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ engagiert sich seit Jahren in Rumänien in zwei Projekten: dem Kinderheim für mehrfach behinderte Menschen, Casa „Sf. Maria“, Carani und für Straßen- und Waisenkinder im Nachtasyl des deutschen Paters Berno Rupp. Den Status als gemeinnütziges Hilfswerk hat das Projekt „Direkte Hilfe“ seit 2001.

Zum Jahreswechsel konnte Hans-Otto Elbert wieder mal einen neuen Rekord melden. Rund 4000 Pakete mit Weihnachtsgeschenken kamen bei der jüngsten Aktion in der Adventszeit zusammen. Beim Verladen in einen Lastwagen ist er immer dabei, rund 30-mal war er selbst in Rumänien, um die Spendenaktionen vorzubereiten.
Hans-Otto Elbert ist 1999 für sein ehrenamtliches Engagement als einer der ersten Oberurseler mit der Bürgermedaille ausgezeichnet worden. (jüs)

„Gigantisches Ergebnis“ – Oberursel: 4000 Weihnachtspakte für Rumänien“

Frankfurter Rundschau vom 05. Dezember 2007

Oberursel: 4000 Weihnachtspakte für Rumänien

Und wieder ein neuer Rekord. Hans-Otto Elbert ist überwältig und stolz auf die Resonanz seiner Aktion. Rund 4000 Pakete wird er heute mit Helfern in einen großen Lastwagen mit Anhänger verladen und auf die Reise nach Rumänien schicken. Zum neunten Mal hat der von ihm gegründete Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not „ die Aktion „Weihnachtspäckchen für Waisen- und Straßenkinder“ organisiert. Das „Super-Super-Ergebnis“ nennt Elbert sogar „gigantisch“, weil es alle bisherigen Sammlungen noch einmal übertroffen hat.

Die Spendenbüchse der vergangenen Tage war wie immer die Garage von Hans-Otto Elbert in Oberursel-Bommersheim. 2006 haben sich dort in der Vorweihnachtszeit 3274 liebevoll verschnürte Päckchen gestapelt, das bisher beste Ergebnis. Dieses Jahr hat die Garage nicht gereicht, auch der Carport war voll. Zulieferer von Cheforganisator Elbert sind Familien und Einzelpersonen, vor allem aber Kindergärten und Schulen, die sich klassenweise an der Aktion beteiligen. Rund 230 Päckchen hat allein die Friedrich-Ebert-Schule aus Bad Homburg beigesteuert.

Die Weihnachtspäckchen sind für Kinder – etwa Waisen- und Straßenkinder im rumänischen Timisoara. Partner im Vertrauen von Hans-Otto Elbert in Timisoara ist Pater Berno Rupp, Leiter einer katholischen Kirchengemeinde, der seit 1989 dort lebt. Der Pater wird die Verteilung der Weihnachtspäckchen an Kinder bedürftiger Familien und in den Waisenhäusern organisieren.

Hans-Otto Elbert, der für sein ehrenamtliches Engagement 1999 als einer der ersten Oberurseler mit der Bürgermedaille ausgezeichnet wurde, war selbst 30 Mal schon in Rumänien, um die Spendenaktionen vorzubereiten und durchzuführen.
(jüs).

„Ein neues Auto für den rastlosen Pater“

Taunus Zeitung vom 22. März 2006

Von Michael Neumann

Oberursel/Timisoara. Am frühen Morgen ist Pater Berno Ruppert mit seinem Mercedes-Bus unterwegs. Eine Mühle, etwa 20 Kilometer von der rumänischen Großstadt Timisoara entfernt, hat der Caritas mehrere Zentner Mehl gespendet. Die holt der Pater jetzt ab. Es ist eine der letzten Fahrten, die der Pater vom Orden der Salvatorianer mit dem etwas altersschwachen Gefährt unternimmt. Der Mercedes hat nun 360 000 Kilometer unter die Achsen gebracht, seit ihn der Pater Ende des Jahres 2000 geschenkt bekam. Ersatzteile sind kaum aufzutreiben in Timisoara, und die Reparaturen häufen sich und gehen ins Geld.

Nun aber ist Ersatz da: Ein nahezu neuer Mercedes Sprinter, gestiftet vom Oberurseler Verein «Direkte Hilfe für Kinder in Not». Viele Stunden hatte Vereinsvorsitzender Hans-Otto Elbert im Internet gesucht, um das geeignete Fahrzeug zu finden, dann schließlich für 30 000 Euro aus Spendengeldern das 159 PS starke Fahrzeug gekauft. Eine Anhängerkupplung wurde noch installiert, und durch Verstärkungen der Achsen wurde der Sprinter für die oft schlechten Straßen in Rumänien fit gemacht.

Dann waren noch ungezählte Behördengänge notwendig. Ein kleiner Stapel abgestempelte Papiere sollte einen umkomplizierten Transfer des Fahrzeuges garantieren. Der wäre auch möglich gewesen, wenn an der ungarisch-rumänischen Grenze nicht für drei Stunden der Computer ausgefallen wäre. Doch nach zwei Tagen anstrengender, 1300 Kilometer weiter Fahrt bei Schnee und Nebel auf teilweise spiegelglatter Autobahnen ist das Ziel erreicht. Hans-Otto Elbert hatte den Sprinter gesteuert, TZ-Redakteur Michael Neumann, der Elbert schon bei mehreren Hilfstransporten begleitet hatte, den gemieteten VW Transporter, mit dem die Rückreise angetreten wurde.

Nun steht der Mercedes im Hof der Herz-Jesu-Kirche in der Elisabethstadt in Timisoara. Der Pater hat ein geistliches Gewand übergestreift, spricht ein Gebet, lässt Hans-Otto Elbert ein Kapitel aus der Bibel lesen und segnet das Auto. «Jetzt steht es unter Gottes Schutz», sagt der 70 Jahre alte Geistliche, nimmt den Autoschlüssel und setzt sich ans Steuer, um sich im Cockpit die Funktionen seines neuen fahrbaren Untersatzes erklären zu lassen. Auch das dauert, wie die Segnung, gerade mal fünf Minuten. Der rastlose Pater hat einen engen Terminplan, «perpetuum mobile» nennen ihn liebevoll all diejenigen, die mit ihm zu tun haben. Und das sind viele.

Seit der Pater 1993, vier Jahre nach der Revolution in Rumänien, die Herz-Jesu-Kirche und das angeschlossene Kloster übernahm, arbeitete er gemeinsam mit der Caritas am Aufbau eines soziales Netzes. Dazu gehören inzwischen unter anderem ein Nachtasyl für 100 Obdachlose, ein Frauenhaus, mehrere Kinderheime, die Kleiderausgabe und der Mittagstisch. Zum wichtigsten Projekt ist inzwischen aber die Jugendfarm im 30 Kilometer entfernten kleinen Dorf Bacowa geworden. «Mit den Produkten, die wir auf der Farm erzeugen, wollen wir einen großen Schritt auf dem Weg zur Selbstversorgung der vielen Einrichtungen der Caritas gehen», sagt Pater Berno. In den vergangenen vier Jahren hat sich viel getan auf der ehemaligen, völlig heruntergekommenen Kolchose. Zunächst wurde eine moderne Mühle gekauft. Hier wird seit vier Jahren das Mehl für Brot und Nudeln gemahlen, die in der Caritas gehörenden Betrieben produziert und an die eigenen Einrichtungen wie Kinder- und Ferienheime oder Pflegestationen geliefert werden. In neu eingerichteten Werkstätten können inzwischen die landwirtschaftlichen Geräte repariert werden, eine Schlosserei und eine Schreinerei wurden eingerichtet, in einem Stall grunzen etwa 100 Schweine, im Stall gegenüber liefert ein Dutzend Kühe Milch.

«30 Mitarbeiter sind inzwischen auf der Farm in Lohn und Brot, neun von ihnen aus dem Nachtasyl», berichtet der Pater. Einige der Mitarbeiter wohnen bereits in dem vor einem Jahr errichteten Haus auf dem Farmgelände, das inzwischen eingezäunt wurde.

Später einmal soll der Farm noch ein Jugenddorf mit 80 Plätzen angegliedert werden, die auf dann dem Hof beschäftigt werden sollen. Es gibt also noch viel zu tun, «und viel zu fahren», sagt Pater Berno Augen zwinkert und dankt noch mal herzlich für den neuen Wagen.

Einen halben Tag verbringen Elbert und Neumann, die von ihren Ehefrauen begleitet werden, auch im Kinderheim im Dörfchen Carani, das seit Jahren vom Oberurseler Verein unterstützt wird. Herzlich wie immer ist die Aufnahme, reich gedeckt der Tisch und groß die Freude über die viele Osterüberraschungen, die die Gäste aus Oberursel im Gepäck haben. Und kleine Abschiedsgeschenke gibt’s am letzten Abend, den Gastgeber und Gäste wie gewohnt gemeinsam verbringen.

„Ein schönes, christliches Werk im Banat – Das Pater-Berno-Haus in Bakowa“

Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien vom 04. April 2009

Von Balthasar Waitz
„Es hängt von uns allen ab, was aus einem Kind wird“. So die einprägsamen Worte, die Zsolt Szilvagyi, der junge Generalvikar der katholischen Diözese Temeswar, in seiner Predigt anlässlich der Festmesse vom letzten Wochenende in Bakowa, Kreis Temesch, vor einer zahlreichen Gläubigergemeinde, darunter zahlreichen Gästen aus dem In- und Ausland, vom Altar sprach.

Für die Einheimischen aus Bakowa (die Ortschaft gehört verwaltungsmäßig dem vier Kilometer entfernten Städtchen Busiasch an), der einst blühenden schwäbischen Gemeinde, wurde die nun kurz vor Ostern vom Caritasverband der Diözese Temeswar anberaumte Einweihungsfeier einer neuen Sozialeinrichtung zu einem richtigen Dorffest.

Zur Freude der künftigen Nutznießer der neuen Kindertagesstätte mit dem Namen Pater Berno im Dorfzentrum, zur Freude der 17 Kinder mit ihrer Lehrerin von der lokalen Grundschule, die mit großen Augen die ersten Bankreihen der Kirche besetzt hielten, war auch ihr großer Freund und Gönner, der Salvatorianerpater Berno Rupp mit von der Partie. Für die kleine Kirchengemeinde, vor allem jedoch die Kleinsten, die in schönen schwäbischen und rumänischen Volkstrachten erschienen waren, wird dieser Gottesdienst wegen der Begegnung mit einem besonderen Menschen lang in Erinnerung bleiben: Allzu menschlich und unkonventionell kleidete Pater Rupp seine schönen christlichen Gedanken in sein Lied „Dafür hast du uns lieb“, das er laut und mit Gitarrenbegleitung am Altar vortrug.

In der gleichen festlichen Stimmung (man erinnerte sich mitunter an die freudige Aufregung der ehemaligen schwäbischen Kirchweihfeste im Ort) erfolgte nun als Hauptakt die feierliche Einweihung der Kindertagesstätte…..im ehemaligen alten Gemeindepfarrhaus.

Das lange leerstehende Pfarrhaus, das schon vor Jahren kurz als soziale Begegnungsstätte gedient hatte, wurde samt dem großen Anwesen von Grund auf renoviert und modern eingerichtet. Das geräumige Innere wie auch die Außenanlagen wurden kindgerecht mit Spielzimmern innen, mit Spielplatz sowie einer kleinen Fußball- und Bolzwiese im Innenhof gestaltet. Die Tagesstätte mit Nachmittagsprogramm ist für die 17 Schulkinder der Klassen I-IV aus Bakowaer sozial benachteiligten Familien bestimmt. Für Betreuung, Pflege, Hilfe beim Lernen und den Hausaufgaben wird ein kleines fachkundiges Personal (Lehrerin, Pflegerin und Hausmeister) sorgen, gleichzeitig soll den Kleinen täglich auch ein kleiner Imbiss angeboten werden. Für die medizinische Betreuung der Kinder wurde im Gebäude auch ein Ambulatorium eingerichtet.

Kostenträger dieses Sozialprojektes sind die Familie Marion und Hans-Otto Elbert und der von ihnen geleitete Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ aus Oberursel (Deutschland).

Eine Begegnung mit dem „Manager Gottes“
Letztendlich geht dieses großzügige Unterfangen jedoch auf die beherzte Initiative von Pater Berno Rupp, seit fast zwanzig Jahren aktiv im Banat, zurück. Bereits zu Projektbeginn war es für die maßgeblichen Kräfte, für den so umsichtig von Geschäftsführer Herbert Grün geleiteten Caritasverband klar, dass mit der Namensgebung für diese Einrichtung die großen Verdienste des Salvatorianerpaters, insbesondere in Bakowa, gewürdigt werden sollen. Treffend ist auch der Ehrentitel „Manager Gottes“, den Hauptsponsor Hans-Otto Elbert Pater Berno verlieh.

In Bakowa hat der Caritasverband in nachahmenswerter Art in wenigen Jahren mehrere Sozialprojekte erfolgreich durchgeführt, sodass man dem Ort ohne zu übertreiben schon das Attribut „Sozialdorf“ anhängen kann. Die wohl bekannteste Einrichtung ist die 2003 auf eine Initiative von Pater Berno gegründete Pater-Paulus-Jugendfarm. Sie umfasst die ehemalige brachliegende Staatsfarm mit einer Nutzfläche von 100 Hektar. Die Farm entwickelte sich zu einem wahren Motor des Caritasverbandes: Schweine- und Rinderzucht, Sozialkantine mit Nudelproduktion, eine Mühle, eine Schreinerei, ein Maschinenpark und ein Lagerraum für Getreide und Viehfutter sichern heute die Nahrungsmittelversorgung der Caritas-Einrichtungen.

Ebenda wurde 2007 im Rahmen eines 18-monatigen EU-Projektes ein Resozialisierungszentrum für 16 Obdachlose (mit und ohne Kinder) aus dem Temeswarer Pater-Jordan-Nachtasyl der Caritas geschaffen (dies geht ebenfalls auf eine Initiative von Pater Berno Rupp zurück).

Die „gute Seele“ in diesem christlichen Unternehmen, Pater Berno Rupp, heute Superior der Salvatorianer und Seelsorger der katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth in Temeswar, ist seit 1991 in Rumänien, bzw. in Temeswar tätig. Der Salvatorianerorder oder die „Gesellschaft des Göttlichen Handelns“, als apostolische Lehrgesellschaft 1881 von J.B. Jordan gegründet, ist seit 1895 in unserem Land aktiv. 1945-1989 folgte für die Salvatorianer eine schwierige Auszeit mit Enteignung und Verfolgung. Schon von Beginn an setzte sich Pater Berno für alle Hilfsbedürftigen und sozial Benachteiligten ein, vor allem für Straßenkinder und Obdachlose. Viele der Temeswarer und Banater sozialen Einrichtungen entstanden so in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband als Dachverband auf Initiative und mit tatkräftigem Einsatz von Pater Berno.

Dabei sei anzuführen, dass die Finanzierung dieser Sozialeinrichtungen und Projekte ausschließlich über Spendengelder erfolgte und weiterhin gesichert wird. Dabei begann alles, wie heute Pater Berno bekennt, mit den ersten, bedrückenden Eindrücken über die Armut in Rumänien: sieben Straßenkinder, die sich einen Kanalschacht vor der Elisabethstädter Pfarrkirche teilten, reichte Pater Berno täglich eine warme Mahlzeit aus der eigenen Klosterküche. Diese Suppenküche, die die Salvatorianerpaters stark an die kirchlichen Anfänge der „Sozialarbeit“, die mittelalterliche Klostersuppe, erinnerte, gab den Anstoß zur Einrichtung des Pater-Jordan-Nachtasyls für 90 Männer, Frauen und Kinder. Es folgten weitere und immer kühnere Schritte in der Sozialarbeit, darunter die großen Sozialprojekte in Bakowa.

Für seine mannigfaltigen Verdienste in der Banater Sozialarbeiter wurde ihm vom Temeswarer Stadtrat 2005 der hohe Titel eines Ehrenbürgers der Stadt Temeswar verliehen. In den Herzen der vielen Benachteiligten von Obdachlosen, vor allem der Kinder, hat Pater Berno sich schon längst einen Ehrenplatz gesichert. „Jedes Kind ist ein Ebenbild Gottes“. So und auf seine schon sprichwörtliche bescheidene Art umschreibt Pater Berno sein Wirken für die Menschen hier und jetzt.

„Wieder Spendensiegel für Kinderhilfswerk“

Taunus Zeitung vom 09. Februar 2005

Oberursel. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat dem Oberurseler gemeinnützigen Kinderhilfswerk Direkte Hilfe für Kinder in Not zum zweiten Mal das Spenden-Siegel zuerkannt. Mit diesem Siegel bescheinigt das DZI gemeinnützigen Vereinen in Deutschland einen besonders verantwortlichen Umgang mit Spendengeldern. Im Bericht des Zentralinstituts heißt es in bestem Amtsdeutsch nach Sichtung aller Akten des Oberurseler Vereins: «Der Verein leistet satzungsgemäße Arbeit. Werbung und Information sind wahr, eindeutig und sachlich. Mittelfluss und Vermögenslage werden im Rechenwerk nachvollziehbar dokumentiert.

Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab angemessen.»
Für den Vorsitzende von Direkte Hilfe für Kinder in Not, Hans-Otto Elbert, ist die erneute Erlangung des Siegel, das Jahr für Jahr aufs neue beantragt werden muss, «ein Beweis dafür, dass wir dem Vertrauen unserer Spender und Paten im vollem Umfang gerecht werden.» Alle in der Verwaltung anfallenden Ausgaben bezahlt Elbert übrigens aus eigener Tasche, so dass alle Spenden ungekürzt und unmittelbar in die Projekte des Vereins fließen können.

Wie berichtet, unterstützt der Verein ein Kinderheim für mehrfach behinderte Mädchen und Jungen in dem nahe der rumänischen Großstadt Timisoara gelegenen Dorf Carani. Die behinderten Kinder werden morgens zu Hause abgeholt, bis zum frühen Nachmittag von geschultem Fachpersonal betreut und anschließend wieder nach Hause gefahren. Inzwischen wurde dem vor elf Jahren gegründeten Kinderheim in den Nachmittagsstunden auch ein kleiner Kindergarten angegliedert, in dem Mädchen und Jungen betreut werden, deren Eltern sich eine Kindergartengebühr nicht leisten können.

Der Verein ist aber noch in einem zweiten Projekt engagiert. Er unterstützt ein Nachtasyl für Straßenkinder in Timisoara, das vom deutschen Pater Berno Rupp, dem Leiter der katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth in der Innenstadt von Timisoara eingerichtet wurde.

Die Erlangung des Spenden-Siegels ist nach den Worten Elberts «keine Selbstverständlichkeit». Der Vorsitzende: «Wir müssen dem DZI uneingeschränkten Einblick in unsere Bücher gewähren. Auch die Werbung des gemeinnützigen Kinderhilfswerkes wie etwa Informations-Briefe an die Spender, Pressemeldungen, Broschüren oder die Inhalte der Internet-Homepage werden ausgewertet.»

Getragen wird das DZI vom Berliner Senat, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, von der IHK Berlin, dem Deutschen Städtetag und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Aufgabe des DZI ist es, den Spendenmarkt in Deutschland übersichtlicher zu gestalten.

Spende für Madalina“

Taunus Zeitung vom 17. Juli 2004

Oberursel. Wenn bei den „Holzweg-Open“ in der Oberurseler Innenstadt Golf gespielt wird, geschieht das auch immer für einen guten Zweck. Den Erlös der Veranstaltung von 130 Euro stockte Stephan Beus von der Firma City-Bike & Fun auf 280 Euro auf. Den entsprechenden Scheck überreichten Dagmar Fey und Stephan Beus jetzt dem Vorsitzenden des Vereins Direkte Hilfe für Kinder in Not, Hans-Otto Elbert.

Der Verein werde das Geld gezielt für die medizinischen Untersuchungen des sechs Jahre alten rumänischen Mädchens Madalina Popa verwenden, sagte Hans-Otto Elbert bei der Scheckübergabe. Die Sechsjährige leidet an einem Augentumor (TZ berichtete).

In Rumänien fehlen die medizinischen Möglichkeiten, Madalina richtig zu behandeln, deshalb wurde bereits eine Untersuchung in Deutschland möglich gemacht. Am Klinikum Bonn stellten Spezialisten der Augenheilkunde bei Madalina einen Papillentumor fest, weitere Untersuchungen seien notwendig, erklärte Elbert, der mit seiner Frau Marion das Mädchen und ihren Vater in Bonn besuchte.

Nicht zuletzt dank des Schecks von „Holzweg-Open“ und vieler weiterer Spenden seien die Behandlungskosten gedeckt. (new)

„An der Strippe für Kinder in Not“

Der Sonntag – 06. Juli 2003

Ein Anruf bei Hans-Otto Elbert, 52. Der Oberurseler Regionaldirektor einer Bank hat die „Direkte Hilfe für Kinder in Not e.V.“ gegründet. Das gemeinnützige Kinderhilfswerk in Oberursel unterstützt Kinder in Rumänien.

Frage: Sie sind gerade aus Rumänien zurückgekommen. War es dort auch so heiß wie hier?
Elbert: Ja, es war sehr heiß. Aber die Menschen dort sind diese Temperaturen gewohnt.

Frage: Wieso waren Sie jetzt wieder in Rumänien?
Elbert: Das von uns maßgeblich unterstützte Kinderheim „Casa Sf. Maria“ in Carani ist zehn Jahre geworden. Neben vielen anderen Gästen hat uns die Leitung zum Jubiläum eingeladen.

Frage: Das heißt, auf Ihre Initiative hin ist das Heim 1993 gegründet worden?
Elbert: Nein, wir unterstützen diese vorbildliche Einrichtung, die auf Initiative der deutschen Ordensschwester Georgis ins Leben gerufen wurde, seit Frühjahr 2000. Die fachliche Organisation liegt in den bewährten Händen des Caritasverbands der Diözese Timisoara.

Frage: Wo liegt eigentlich Carani?
Elbert: Carani ist ein kleines Dorf unmittelbar vor den Toren der Industriestadt Timisoara.

Frage: Wie ist das Kinderheim ausgerichtet?
Elbert: In dem Haus werden tagsüber zwölf mehrfach behinderte junge Menschen liebevoll und fachgerecht betreut, damit sie mit ihren Behinderungen lernen, leichter zu leben. Ein Zubringerdienst holt sie morgens von ihren Familien ab und bringt sie abends zurück.

Frage: Wo waren diese Menschen zuvor untergebracht?
Elbert: Sie wurden, um es mit aller Deutlichkeit zu sagen, teilweise von ihren Eltern aus Scham vor der Öffentlichkeit versteckt.

Frage: Unterstützt Ihr Verein noch weitere Projekte?
Elbert: Wir haben uns in Rumänien auf zwei Projekte konzentriert. Neben der „Casa Sf. Maria“ in Carani unterstützen wir die katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth in Timisoara, die vom deutschen Pater Berno Rupp geleitet wird, in ihrem sehr gut organisierten Projekt „Nachtasyl“. Damit soll die Not der unzähligen Straßenkinder gelindert werden.

Frage: In welcher Form unterstützen Sie die beiden Projekte?
Elbert: Sowohl durch die Lieferung von Sachspenden, als auch durch finanzielle Unterstützung. Es macht Sinn, bestimmte Hilfsmittel mit dem LKW nach Rumänien zu transportieren. Andere Hilfsmittel können wir aber auch inzwischen direkt vor Ort kaufen.

Frage: Wie oft sind schon LKW-Transporte durchgeführt worden?
Elbert: Bereits sieben Transporte haben wir in den letzten zwei Jahren in Eigenregie durchgeführt.

Frage: Sie sind der Gründer des Kinderhilfswerks …
Elbert: Meine Frau und ich haben die Idee dafür entwickelt und sie mit engagierten Mitmenschen aus Oberursel und Bad Homburg realisiert. Ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis.

Frage: Was war der Anlass, noch 2001 ein solches Kinderhilfswerk zu gründen?
Elbert: In den vorausgegangenen Jahren waren meine Frau und ich sehr aktiv in der Rudolf-Walther-Stiftung. Wir wollten uns aber dann auf eine kleinere Einheit konzentrieren.

Frage: Sie sind ja ein konfessionell unabhängiger Verein. Wie kam es zur Partnerschaft mit katholischen Einrichtungen in Rumänien?
Elbert: Ich bin katholisch und daher ist mir selbstverständlich auch die Caritas ein Begriff. Nach einem Besuch in der „Casa Sf. Maria“ hat mich die Art und Weise fasziniert, wie liebevoll diese Kinder betreut werden. Das war ein überzeugender Beweis, dass man auch in Rumänien mit mehrfach behinderten Kindern sinnvolle Arbeit leisten kann.

Frage: Haben Sie den Eindruck, dass Ihre Unterstützung eine Hilfe zur Selbsthilfe oder „ein Fass ohne Boden“ ist?
Elbert: Wir setzen ausschließlich auf das Selbsthilfeprinzip. Die Einrichtung in Carani ist ausschließlich durch Spenden aus Deutschland überlebensfähig. Der rumänische Staat beteiligt sich mit keinem Euro an den Gesamtkosten.

Frage: Wie hoch ist der Verwaltungskostenanteil an Ihren Spendengeldern?
Elbert: Wir garantieren, dass jede Spende unmittelbar und ohne Abzug den Kindern in den von uns unterstützen Projekten zufließt. Die anfallenden geringen Verwaltungskosten zahlen meine Frau und ich aus privaten Mitteln.

„Paten für Kindergarten in Carani gesucht“

Taunus Zeitung vom 09. Januar 2004

Oberursel. Die Idee, das Heim für behinderte Kinder in dem nahe Timisoara (Rumänien) gelegenen Dorf Carani noch intensiver zu nutzen, spukte schon lange in den Köpfen von Hans-Otto und Marion Elbert herum. Nicht nur an Betreuung für behinderte Kinder und junge Erwachsene herrscht Mangel, wissen die beiden Vorstandsmitglieder des Oberurseler Vereins „Direkte Hilfe für Kinder in Not“. Auch Kindern aus Carani, deren Eltern sich die Gebühr für den kommunalen Kindergarten nicht leisten können, sollte ein Domizil angeboten werden können, waren sich die Elberts einig.

Marion Elbert schwebte sogar eine integrative Einrichtung vor, doch die lässt sich noch nicht verwirklichen. Aber ein Anfang ist gemacht. Seit September vergangenen Jahres werden nachmittags von 15 bis 18 Uhr Kinder auf dem Dorf in dem Heim an der Ortsdurchgangsstraße von zwei ausgebildeten Erzieherinnen betreut. Die Räumlichkeiten stehen zur Verfügung, wenn am frühen Nachmittag die behinderten Kinder nach Hause gebracht werden. Einen Anteil des Lohnes der beiden Kindergärtnerinnen trägt der Oberurseler Verein.
Anfangs waren es zehn Kinder, die im Heim angemeldet wurden, doch es sprach sich schnell im Dorf herum, dass es hier die Möglichkeit gab, den Nachmittag bei Spielen und Singen gemeinsam mit anderen Kindern zu verbringen. Inzwischen sind es 17 Kinder, die im Heim betreut werden.

Mehr Mädchen und Jungen können allerdings nicht im Kindergarten aufgenommen werden, in dem die Kinder seit einiger Zeit in zwei Gruppen betreut werden. Inzwischen wurden von Verein „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ Mittel bereitgestellt, um Trainingsanzüge und Hausschuhe für die kleinen Besucher einzukaufen. Außerdem wird den Mädchen und Jungen am Nachmittag eine kleine Mahlzeit angeboten.

Finanziert wird der Kindergarten über Patenschaften. Knapp 20 Paten aus dem Hochtaunuskreis haben sich schon gefunden, die das Projekt des Vereins mit monatlich zehn Euro unterstützen. Die Gesamtkosten belaufen sich zurzeit auf etwa 250 Euro für Gehaltsaufwendungen, den Kauf von Spielmaterialien und die Verpflegung. „Es ist aber damit zu rechnen, dass wir bald mehr Geld brauchen werden“, sagt Hans-Otto Elbert. Mit weiteren Patenschaften könnte das Finanzierungsproblem gelöst werden.

Wer sich über eine Patenschaft für den Kindergarten informieren möchte, kann sich mit der Familie Elbert, Telefon (0 61 71) 5 26 13, in Verbindung setzen.

„Elf Tonnen Hilfsgüter für Rumänien“

Taunus Zeitung vom 03. Mai 2003

Oberursel. Mirko muss schon sein ganzes fahrerisches Können aufbieten, um den stahlblauen, 18 Jahre alten und 40 Tonnen fassenden Lastkraftwagen des Caritasverbandes Timisoara durch die enge Urselbachstraße in Weißkirchen zu steuern. Dort befindet sich das Lager der Oberurseler Hilfsorganisation „Direkte Hilfe für Kinder in Not“, und dort wartete bereits Hans-Otto Elbert. Der Vorsitzende des Vereins begrüßt Mirko herzlich, denn mit ihm hat Elbert schon etliche, endlos scheinende Stunden an der ungarisch-rumänischen Grenze verbracht und vom Wissen und den Erfahrungen des Caritas-Mannes bei der Zollabfertigung profitieren können.

Viel Zeit bleibt nicht, an gemeinsame Erlebnisse im Angesicht der schier unüberwindlichen Schranken zu erinnern, denn jetzt muss erst einmal Knochenarbeit verrichtet werden. Sage und schreibe elf Tonnen an Hilfsgütern müssen von Mirko und Elbert von der Lagerhalle auf die Ladefläche des Lasters gehievt und festgezurrt werden. Es ist der bisher größte Transport, den der kleine, aber rührige Verein auf die Straße Richtung Rumänien bringt. Dass eine solche Hilfslieferung überhaupt möglich wurde, ist den vielen Oberurselern und Bürgern der Nachbarstädte zu verdanken, die im März einem Aufruf Elberts gefolgt waren und Handtücher, Bettwäsche und Kinderkleider spendeten.

Bestimmt sind die Hilfsgüter für ein Kinderheim für mehrfach behinderte Mädchen und Jungen in dem kleinen Dorf Carani vor den Toren von Timisoara, aber auch für das Projekt „Nachtasyl“ des deutschen Paters Berno Rupp von der katholischen Kirchengemeinde St. Elisabeth in Timisoara.

Hans-Otto Elbert kennt Kinderheim und Nachtasyl von mehreren Besuchen, und er weiß deshalb, dass die Hilfsgüter dort dringend gebraucht werden. Das gilt auch für die großzügige Sachspende der Friedrichsdorfer Firma Milupa und für die zehn Krankenbetten, die vom Oberurseler Sanitätshaus Giebeler gespendet wurden und nun in einem Sterbehospiz in Timisoara stehen sollen, das gerade gebaut wird. Außerdem gehören noch Windeln, Kinderhygieneartikel und verschiedene Gehhilfen zum Hilfstransport. Am heutigen Samstag sollte Mirko den über 1500 Kilometer weiten Weg von Oberursel nach Timisoara zurückgelegt haben.

Wie Elbert gegenüber der TZ berichtete, unterzieht sich der Verein Direkte Hilfe für Kinder in Not zurzeit einem freiwilligen Prüfungsverfahren beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin. Ziel ist die Verleihung des DZI-Spenden-Siegels als Bestätigung für eine besonders verantwortungsbewusste und bestimmungsgerechte Verwendung der der Hilfsorganisation anvertrauten Spendengelder. Die Vorprüfungen hat der Verein mit Bravur absolviert. Wer die Arbeit des Vereins unterstützen möchte,kann eine Spende auf das Konto 1 11 25 54 bei der Taunus Sparkasse, BLZ 51 25 00 00, überweisen.

„Erst das Jugenddorf, dann die Kapelle“

Taunus Zeitung vom 26. März 2002

Fünf Tage war Hans-Otto Elbert vom Oberurseler Verein „Direkte Hilfe für Kinder Not“ unterwegs, um einen Kleinbus nach Rumönien zu bringen. Oberurseler Bürger hatten bei einer Spendenaktion weit über 16000 Euro zusammengebracht, um das Fahrzeug zu finanzieren. Es ist für ein Heim für behinderte Kinder bestimmt. TZ-Redakteur Michael Neumann begleitete Elbert auf der Fahrt nach Rumänien. Mit dem heutigen Artikel schließen wir unsere kleine Serie über die Hilfsaktion.

Oberursel/Timisoara. Die ehemalige Kolchose in Bakowa, etwa eine halbe Autostunde von Timisoara entfernt, ist völlig heruntergekommen. Mauern sind eingebrochen, Dächer löchrig, landwirtschaftliche Fahrzeuge und Maschinen rosten vor sich hin. Gerade so, als wäre der ehemalige riesige Bauernhof vor Jahrzehnten fluchtartig verlassen worden.

Doch seit einigen Monaten tut sich wieder etwas auf dem mehrere Hektar großen Gelände, das die Caritas in Timisoara für 87000 Euro ersteigert hat. „Wenn wir das verwirklichen können, was wir für Bakowa geplant haben, sind wir wirklich ein ganzes Stück weitergekommen“, sagt Pater Berno Rupp, als wir zu einem Rundgang über das weite Gelände starten. „Zwei Ziele verbinden wir hier mit dem Wiederaufbau des Bauernhofes: Zum einen wollen wir die Selbstversorgung der Einrichtung der Caritas wie Pflegestationen, Kinder- und Ferienheime einen großen Schritt voranbringen, zum anderen wollen wir vor allem den obdachlosen Jugendlichen des Nachtasyls in Timisoara einen Einstieg und eine Integrationsmöglichkeit ins normale Leben ermöglichen“, sagt der Pater.

Der Anfang ist bereits gemacht. Vier Jugendliche und Obdachlose aus dem Nachtasyl arbeiten hier bereits als Maurer und Nachtwächter, zwei Schreiner sind mit der Wiederinstandsetzung alter und dem Einbau neuer Türen und Fenster beschäftigt, sechs landwirtschaftliche Arbeiter haben die Bestellung der Felder sowie die Betreuung der Tiere übernommen, und die kümmern sich um die Traktoren und Landmaschinen, zwei Müller bedienen die moderne Mühle, die für 100000 Euro angeschafft wurde – wie so vieles andere auch aus Spendengeldern. Je nach Bedarf werden noch kleine Bautrupps aus dem Dorf Bakowa angestellt.

Ein Dutzend Schweine sind in einem kleinen Stall mehr schlecht als recht untergebracht. „Wir machen das, so gut wir können“, sagt Josef, ein Rentner aus Bakowa fast entschuldigend. „Aber wir sind ja erst am Anfang.“ 200 Schweine sollen hier einmal aufgezogen werden, dazu 500 Hühner, und Getreide, Obst und Gemüse sollen angebaut werden. „Ein paar Dutzend Rinder sollen auch noch Platz finden, sobald die Ställe wieder hergerichtet sind“, sagt Pater Berno. Mit den Schreinern und Maurern spricht er an diesem Vormittag verschiedene Pläne durch. Bei der Verwirklichung des Riesenprojektes gönnt der Pater weder sich noch den Arbeitern, die wieder in Lohn und Brot gebracht wurden, eine Pause.

Dem landwirtschaftlichen Betrieb soll ein Jugenddorf mit 80 Plätzen angeschlossen werden. Zwölf Bungalows werden für Jugendliche gebaut, die dann auf dem Bauernhof arbeiten können. Bereits in diesem Jahr sollen ein Zaun ums künftige Dorf gezogen und der erste Bungalow errichtet werden wie auch das Hauptgebäude des Dorfes. 600 Meter Wasserleitung sollen vom eigenen Tiefbrunnen zu Stallungen und Werkstätten verlegt werden, in einer neuen Betonziegelpresse werden die Bausteine für die Renovierung der Häuser gepresst. Selbstversorgung eben. 36000 Euro hat der Pater für die Entlohnung der Angestellten für 2002 in den Etat eingestellt, 40000 für die Betriebskosten.

„Wenn alles gut geht, wird schon Ende kommenden Jahres das Gröbste geschafft sein“, hofft der Priester. Das Hauptgebäude des Jugenddorfes mit Gemeinschaftsraum, Küche, Wäscherei, Zentrallager und Zentralheizung soll stehen, ebenso wie die restlichen elf Bungalows und die Werkstätten für Mechanik, Schlosserei und Schmiede. Eingeweiht sein sollte dann auch die Fest- und Sporthalle. „Leimbinder sind schon da“, hat Pater Berno in sein Notizbuch geschrieben.

Ein Naturteich als Schwimmbad und als Wasserreservoir für die Feuerwehr, Sportanlagen, eine biologische Klärreinigung und eine Mülldeponie für die Gemeinde Bakowa hat der Pater noch auf seine Liste geschrieben. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen weitere Agrarflächen angekauft werden. Und wenn genug Geld zur Verfügung steht, ist auch an eine Anstellung von Sozialpädagogen gedacht. Ganz am Schluss der Liste steht bezeichnenderweise eine Kapelle – Häuser für die jungen Menschen sind erst einmal wichtiger.

Was zurzeit in unbegrenzter Menge benötigt wird, ist Isolations- und Elektromaterial, sind Verschraubungen, Waschbecken und Toilettenanlagen und Heizkörper. Und wie ich den Pater kennen gelernt habe, wird er auch das schaffen.

Noch eine halbe Stunde warten wir im Bus, bis sich der Pater wieder ans Steuer setzt. Mit den Müllern war noch etwas abzuklären, und die Schreiner hatten noch Fragen. Jetzt geht es wieder zurück nach Timisoara, wo in der Kirche der Kleidermarkt noch im vollen Gange ist. Bei der Abfahrt werfen wir noch einen Blick zurück auf die ehemalige Kolchose, und wir fragen uns, wie es in zwei Jahren hier aussehen wird, ob sich alle Träume des Paters und seiner Helfer verwirklichen lassen.

Bis es soweit ist, wird Pater Berno Tausende von Kilometern zwischen Timisoara und Bakowa zurückgeleget haben. Und vermutlich wird er dann, wie das Kinderheim in Carani, einen neuen Transport brauchen. Beim Abschlussessen mit den Betreuern vom Kinderheim in Carani ist der Pater nicht dabei. Fafür fehlt ihm wohl einfach die Zeit.

„Elberts sammeln für Behindertenbus“

Taunus Zeitung vom 02. Oktober 2001

Bommersheim (ow). Täglich fährt Mircea Sabau für das Kinderheim für mehrfach behinderte junge Menschen „Casa St. Maria“ im rumänischen Carani, Bezirk Timisoara, mehr als 120 Kilometer, um die schwerbehinderten Kinder und Jugendlichen in ihren Dörfern um Timisoara abzuholen und sicher zu ihrer Betreuungsstätte nach Carani zu bringen. Doch inzwischen hat der fast 15 Jahre alte VW-Bus, der ursprünglich vom Alfred-Delp-Haus in Oberursel genutzt wurde, mehr als 400000 Kilometer auf dem Tacho und ist technisch stark mitgenommen.
Die rumänischen Straßenverhältnisse leisten hierzu täglich ihren Anteil. Immer öfter verbringt Mircea Sabau einen Großteil seiner Arbeitszeit mit der Reparatur des Fahrzeugs.

Bei seinem letzten Aufenthalt im September in Carani konnte sich Hans-Otto Elbert selbst davon überzeugen, dass es wirtschaftlich keinen Sinn mehr macht, anstehende hohe Reparaturaufwendungen nochmals in dieses betagte Fahrzeug zu investieren. Gründe genug für Hans-Otto Elbert, der schon längere Zeit diese vorbildliche Einrichtung in Carani immer wieder direkt unterstützt, eine neue Initiative im Taunus zu starten und Spenden für ein Ersatzfahrzeug zu sammeln.

Zwischenzeitlich hat Hans-Otto Elbert sich auf dem Gebrauchtwagenmarkt intensiv umgesehen und ist davon überzeugt, einen geeigneten neunsitzigen Kleinbus für rund 30000 bis 35000 Mark zu beschaffen. Elbert wird dieses Fahrzeug selbst nach Rumänien überführen und an die Behinderteneinrichtung „Casa St. Maria“ direkt übergeben.

Zur Finanzierung dieser Maßnahme hat Hans-Otto Elbert mit seiner Familie und einem kleinen Kreis von seither ebenfalls engagierten Mitmenschen das gemeinnützige Kinderhilfswerk „Direkte Hilfe für Kinder in Not“ gegründet und auch alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen erhalten.
Sinn dieser Gründung war es, Einrichtungen in Rumänien zu unterstützen, die außerhalb des Engagements der „Rudolf-Walther-Stiftung“, Gründau-Lieblos, liegen; für diese Stiftung sind Marion und Hans-Otto Elbert schon seit inzwischen einigen Jahren ehrenamtlich tätig.

„Die Gründung eines eigenen Kinderhilfswerkes ist die konsequente Weiterentwicklung unseres Engagements für viele Kinder in Not in Rumänien und keineswegs eine Konkurrenz zur ‚Rudolf-Walther-Stiftung‘, die in Rumänien mit dem Betrieb eines großen Kinderdorfes, in dem rund 180 Kinder und Jugendliche eine neue Heimat gefunden haben, vorbildliche Arbeit und Hilfe zu leisten“, so Hans-Otto Elbert.

„Meine Frau und ich werden auch in Zukunft engagiert und selbstlos für die ‚Rudolf-Walther-Stiftung‘ ehrenamtlich arbeiten, daran bestehen keine Zweifel oder Vorbehalte.“ Erste Spendenzusagen liegen Hans-Otto Elbert inzwischen schon vor: von dem Oberurseler Arzt Dr. Norbert Dickopf, der ebenfalls selbst finanzielle Hilfe für das Kinderhaus „Casa St. Maria“ sammelt, wurde ein Betrag von 13000 Mark in Aussicht gestellt und die Bad Homburgerin Susanne S., die die Arbeit der Familie Elbert schon in der Vergangenheit immer wieder großzügig unterstützte, hat eine Spende von 5000 Mark für den neuen Kleinbus fest avisiert.

Hans-Otto Elbert bittet um Geldspenden auf das Konto 1112554 („Direkte Hilfe für Kinder in Not e. V.“) bei der TaunusSparkasse Oberursel, BLZ 51250000. Für Einzahlungen bis 100 Mark gilt der Einzahlungsbeleg der Bank oder Sparkasse als Spendenbescheinigung. Für darüber hinaus gehende Beträge wird eine gesonderte Spendenbescheinigung erstellt und den Spendern direkt zugesandt.

Fragen beantworten Marion und Hans-Otto Elbert gerne unter der Telefonnummer 52613.

„Weihnachtsmann kauft in Rumänien ein“

Frankfurter Rundschau – 06. Dezember 2011

Oberurseler Organisation Direkte Hilfe für Kinder in Not macht sich Sorgen um Spendenaufkommen
Die Spendenbüchse der vergangenen Jahre war die Garage der Familie Elbert in Oberursel-Bommersheim. Manchmal hat die Garage nicht gereicht, auch der Carport war voll mit Päckchen. Bis zu 4000 gingen in besten Zeiten bei den Elberts ein, kleine Weihnachtspäckchen für Waisen- und Straßenkinder im rumänischen Timisoara. Gepackt von Familien und Einzelpersonen, von Kindergärten und Schulen.

Im nun zehnten Jahr seit der Gründung des gemeinnützigen Kinderhilfswerks Direkte Hilfe für Kinder in Not werden die Päckchen direkt in Timisoara gepackt. Von Caritas-Mitarbeitern, die mit deutschem Spendengeld Süßigkeiten und Spielsachen vor Ort zu günstigen Preisen kaufen und die Verteilung mit Pater Berno von der katholischen Kirchengemeinde organisieren, einem langjährigen Partner der Oberurseler Organisation. „So bekommen alle Kinder in etwa gleichwertige Geschenke“, sagt Hans-Otto Elbert, Initiator der Aktion.

Das war beim früheren System nicht immer der Fall, die freie Gestaltung der Päckchen bescherte manchen Kindern zwangsläufig mehr als anderen. Das Hilfswerk spart aber auch Transportkosten, die Elbert vor drei Jahren auf rund 3000 Euro taxierte. Der 60-jährige Banker hat schon vor der Gründung des Vereins zahlreiche Hilfstransporte organisiert und war selbst 30 Mal in Rumänien, um die Spendenaktionen vorzubereiten. 1999 waren Hans-Otto-Elbert, seine Frau und sein Sohn erste Träger der damals neu geschaffenen Oberurseler Bürgermedaille für besonderes ehrenamtliches Engagement.

Zum zehnten Jahrestag der Gründung des Kinderhilfswerks ist es bereits zum neunten Mal mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) ausgezeichnet worden. Als Gütezeichen wird das Siegel an Organisationen vergeben, die verantwortlich mit Spendengeldern umgehen.
Sorge bereitet Elbert das Spendenverhalten angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise. Das Hilfswerk stehe inzwischen „Monat für Monat vor großen finanziellen Herausforderungen“.

Direkte Hilfe für Kinder in Not, Spendenkonto: Nr. 1112554 bei der Taunus-Sparkasse, BLZ 51250000.

Machen Sie mit!

Ob klein oder groß, einmalig oder regelmäßig: Jede Spende hilft!

Direkte Hilfe für Kinder in Not e.V., Oberursel
IBAN DE42 5125 0000 0001 1125 54, BIC HELADEF1TSK
oder direkt über unser